Archive for April, 2007

Reinvigorate

In der Referer-Statistik hatte ich heute einen interessanten Eintrag: report.reinvigorate.net. Da musste ich gleich mal nachforschen, was sich dahinter versteckt.

Es handelt sich bei Reinvigorate wohl um ein Web Analytics Tool, wie auch Google Analytics, WebTrends oder Omniture. Trotzdem ich mich innerhalb des letzten Jahres ziemlich viel mit dem Thema Web Analytics und verschiedenen Tools am Markt beschäftigt habe, ist mir Reinvigorate noch nicht bekannt.

Passend zum Namen (Deutsch: neu beleben) ist das ganze zur Zeit noch in der Beta-Phase. Die Screenshots sehen aber recht vielversprechend aus. Ich wär durchaus interessiert, mir das Tool mal näher anzusehen. Mal sehen, ob ich einen Beta-Account bekomme.

Die Homepage des Tools gefällt mir zumindest schonmal.

Virtual Me: Virtuelle Online-Welt trifft auf Fernsehen

Electronic Arts und Endemol haben heute Virtual Me angekündigt.

Virtual Me soll Avatar-Technologien mit bekannten TV-Formaten verbinden. Auf einer Website wird man sich einen Avatar erstellen können, mit dem man dann in verschiedenen Shows partizipieren kann. Entstanden ist diese Kombination aus der Erkenntnis, dass sich die werberelevanten Altersgruppen in Zukunft mehr in Online-Welten als vor dem Fernseher aufhalten werden. Starten soll das Angebot innerhalb der nächsten Monate.

Interessant finde ich nicht die Partnerschaft selbst, sondern den Fakt, dass es eine Tendenz aufzeigt: Virtuelle Online-Welten gewinnen an Relevanz und Second Life ist nicht das letzte Wort. Es wird in Zukunft wohl eine Vielzahl an Online-Special-Interesst-Worlds geben.

(via Heise)

Angst vor dem Google-Monopol

Nachdem Google am Freitag die Übernahme von DoubleClick verkündet hat, formiert sich jetzt, wie Heise meldet, eine Koalition aus Unternehmen, die vor einer wettbewerbseinschränkenden Position von Google im Online-Werbemarkt. Dem entsprechend möchte man versuchen die US-Kartellbehörden zu einer harten Prüfung der Übernahme zu bewegen.

Interessant ist allerdings, dass sich zuerst Microsoft und AT&T zu Wort gemeldet haben. Beide dürften mit Monopolstellungen ja die eine (Microsoft) oder andere (AT&T) Erfahrung gesammelt haben. Sie wissen also aus der eigenen Vergangenheit, wie es ist eine Monopolstellung einzunehmen und auszunutzen. Ist es Neid? Oder doch eine ernstgemeinte Warnung?

Vielleicht sollte man aber lieber mehr Energie in den Aufbau einer eigenen Konkurrenz verwenden. Der Online-Werbemarkt dürfte groß genug sein und er ist stark am wachsen.

Google kauft DoubleClick

Am Freitagabend verkündete Google den Kauf von DoubleClick und setzt sich damit gegen die Mitbieter Microsoft und Yahoo durch. Google dürfte damit seine Position im Online-Werbemarkt nachträglich festigen. 3,1 Millarden US-Dollar in bar zahlt Google an den Vorbesitzer, einen Finanzinvestor, der damit innerhalb von 1,5 Jahren 2 Millarden US-Dollar Profit aus seinem Investment zieht.

Der Business-Benefit für Google sollte sich bei dieser Übernahme im Gegenzug zur Youtube-Übernahme wesentlich klarer gestalten. DoubleClick ist eine gestandene Größe im Online-Anzeigenmarkt. Google weitet also sein bestehendes Geschäft aus bzw. übernimmt einen Konkurrenten im Markt.

Mehr zum Theme gibt es bei Spiegel Online (“Google kauft Anzeigenriesen für 3,1 Millarden US-Dollar“) und Heise (“Google kauft Onlinewerber DoubleClick für 3,1 Millarden US-Dollar“).

Scriptless Day am 7. Juli

Scriptless DayDie Aktion “Scriptless Day July 07” möchte mit einem skriptlosen Tag auf die Wichtigkeit von Client-Side JavaScript hinweisen.

War JavaScript vor dem Web2.0 Hype unter Web-Designern noch ziemlich verschrien, ist es heute auf einem Großteil aller Internetseite nicht mehr wegzudenken. Ob für visuelle Effekte oder zur Verbesserung der Usability – der Einsatz von JavaScript wird in Zukunft sicher weiter zunehmen.

Die Internetseite der Aktion ist übrigens standesgemäß nur mit JavaScript zu betrachten. Das von mir genutzte Bild ist eigentlich auch nur zweite Wahl. Der von der Aktion präferierte Banner setzt natürlich auf Javascript.

Musik im Abo

Heise schreibt heute, dass die Plattenlabels aktuell mit Apple über künftige Konditionen verhandeln. Dabei scheint ein favorisiertes Modell von Seiten der Plattenindustrie das Musik-Abo zu sein (für Napster ist es ja das aktuelle Geschäftsmodell). Der Kunde zahlt also eine monatliche Gebühr und darf dafür unbegrenzt Musik hören. Die Stücke können aber nur so lange gehört werden, wie ich meine monatliche Gebühr bezahle (dank DRM). Ob ein solches Modell nun die Lösung für die Musikindustrie oder der mutige Schritt von EMI wird man sehen. Ich denke, da ist noch Luft für alternative Konzepte.

Ich frage mich zumindest gerade, was ich bereit wäre für ein Musik-Abo zu bezahlen, wenn ich davon ausgehe, dass ich innerhalb des Abos tatsächlich alle Stücke auf iTunes nutzen könnte. Vom Gefühl her liegt meine maximale Zahlungsbereitschaft zwischen 5 und 10 Euro pro Monat.

E-Commerce Roadshow von Intershop

Anfang Mai veranstaltet Intershop eine Roadshow an den Orten Frankfurt am Main (2.5.), Hamburg (7.5.) und Stuttgart (8.5.). Die Roadshow umfasst jeweils vier Vorträge:

  • Erfolgsstrategien im E-Commerce an Praxisbeispielen
  • Future Shopping – Bausteine der Zukunft
  • Die Allianz von Online Marketing und E-Commerce
  • Vom Business Process Outsourcing (BPO) zum Full-Service E-Commerce

Hier gibt es das komplette Programm.

Die Themen selbst sind so gewählt, dass sie nicht unbedingt Intershop spezifisch sind. Ich selbst bin auch dabei und werde den ersten Vortrag halten. Dabei werde ich an Hand von praktischen Beispielen die Themen Internationalisierung im E-Commerce, die steigende Anzahl von Produkten in Online-Shops und Multi-Channel-Konzepte erläutern.

Ich hoffe, dass sich einige E-Commerce-Interessierte auf den Veranstaltungen einfinden und wir neben den Vorträgen ein paar spannende Diskussionen haben.

Bleibt nur noch zu sagen, dass die Teilnahme an den Events kostenfrei ist.

Wo bleiben meine Spammails? (2)

Inzwischen läuft die Statistik schon über eine Woche. in den letzten sieben Tagen hat der Server 17.000 Mails blockiert – Tendenz steigend.

Rejected Mails

Einblick in die Zukunft von Multi-Channel Retail

Multi-Channel Retail ist immer noch eine der Zukunftsdisziplinen in Handel und E-Commerce. Ziel ist es dabei den Kunden konsistent über verschiedenste Kanäle zu bedienen. Dabei ist die Verbindung zwischen Online- und Offline-Handel eine der spannendsten Varianten.

Während eines USA-Urlaubs im Dezember habe ich ein Beispiel gesehen, wie ich mir die Konsistenz zwischen Online-Vertrieb un Ladengeschäft vorstelle. Im Apple-Store in San Francisco wollte ich mir einen iPod kaufen. Die normale Kasse wird in diesem Store durch PDAs ersetzt. Zur Bezahlung nutzt man die Kreditkarte. Nachdem der Bedienstete also meine Kreditkarte im PDA eingelesen hatte, fragte er mich nur noch, ob ich meine Rechnung ausgedruckt haben wolle oder per Email zugestellt. Meine Emailadresse hatte er in diesem Moment schon auf seinem Display.

Die Emailadresse ist natürlich nicht auf der Kreditkarte gespeichert und ich habe sie ihm auch nicht gegeben. Das System hatte sie anscheinend daher, dass ich mich einige Zeit vorher bereits mit dem gleichen Namen bei iTunes angemeldet hatte. Durch den Vergleich der Daten von iTunes mit denen auf der Kreditkarte, konnte das System also auf meine Emailadresse schließen.

Nun ist das nur eine sehr kleine Anwendung, aber durch diesen kleinen Abgleich der Daten, konnte man den Service gegenüber dem Kunden, in diesem Fall gegenüber mir, wesentlich erhöhen.

Ich bin gespannt, was die Zukunft im Bereich Multi-Channel Retail so bringt. Wenn jemand ähnliche Beispiele für die Konsistenz verschiedener Kanäle kennt, würde ich mich natürlich freuen, wenn er diese hier postet.

Schlafen

Angeregt von einem Artikel auf dem Schaltzeit-Blog möchte ich hier ein paar Zitate aus der brand eins-Rubrik “Die Welt in Zahlen” aus der März-Ausgabe wiedergeben:

Anteil unserer Lebenszeit, den wir schlafen, in Prozent: 33

Zeit, die ein erwachsener Mensch schlafen muss, um gesund zu bleiben, in Stunden pro Tag: 6 bis 8

Zahl der Stunden Schlaf, die Einstein täglich benötigte: 10

Quelle: brand eins, März 2007, “Die Welt in Zahlen”

Es macht immer wieder Spaß, die gesammelten Zahlenwerke in der brand eins zu lesen. Wer sie noch nicht kennt, der sollte unbedingt mal auf der Homepage schmökern.

Rekordjahr für Musik-Downloads

Und noch ein paar Zahlen vom BITKOM. Nach dem ich gestern schon den mutigen Schritt von EMI kommentiert habe, fand ich heute die Ankündigung, dass 2007 ein neues Rekordjahr für Musik-Downloads in Deutschland werden wird. Bei einem prognostizierten Umsatz von über 60 Millionen Euro in 2007 wird es voraussichtlich mehr als 100.000 Downloads pro Tag geben.

Auch beim BITKOM ist man der Meinung, dass ein Verzicht auf einen Kopierschutz, “einen grundlegenden Richtungswechsel beim Online-Vertrieb von Musik einläuten” wird.

Unter diesen Voraussetzungen und dem Fakt geschuldet, dass der Online-Vertrieb von Musik in einem doch recht frühen Marktstadium in Deutschland, ist die Vorhersage eines neuen Rekordes allerdings in meinen Augen nicht wirklich eine Kunst.

Lieblingsbeschäftigung der Deutschen am PC: Einkaufen

Letzte Woche hat der Branchenverband BITKOM eine Studie zur Internet-Nutzung in Deutschland veröffentlicht. Vorne in der Internet-Nutzung liegen die Skandinavier und die USA, wobei letztere wohl bis 2010 in Führung gehen werden. Deutlichen Rückstand haben die süd- und osteuropäischen Länder. In Deutschland sind 60% der Bevölkerung online.

Internetnutzung

Interessant ist die Frage nach der Lieblingsbeschäftigung der Deutschen am PC: 61% der über 15-jährigen gaben hier “Einkaufen” an, gefolgt von Reisebuchungen und Musikhören auf dem geteilten zweiten Platz.

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