Multi-Channel Retail ist immer noch eine der Zukunftsdisziplinen in Handel und E-Commerce. Ziel ist es dabei den Kunden konsistent über verschiedenste Kanäle zu bedienen. Dabei ist die Verbindung zwischen Online- und Offline-Handel eine der spannendsten Varianten.
Während eines USA-Urlaubs im Dezember habe ich ein Beispiel gesehen, wie ich mir die Konsistenz zwischen Online-Vertrieb un Ladengeschäft vorstelle. Im Apple-Store in San Francisco wollte ich mir einen iPod kaufen. Die normale Kasse wird in diesem Store durch PDAs ersetzt. Zur Bezahlung nutzt man die Kreditkarte. Nachdem der Bedienstete also meine Kreditkarte im PDA eingelesen hatte, fragte er mich nur noch, ob ich meine Rechnung ausgedruckt haben wolle oder per Email zugestellt. Meine Emailadresse hatte er in diesem Moment schon auf seinem Display.
Die Emailadresse ist natürlich nicht auf der Kreditkarte gespeichert und ich habe sie ihm auch nicht gegeben. Das System hatte sie anscheinend daher, dass ich mich einige Zeit vorher bereits mit dem gleichen Namen bei iTunes angemeldet hatte. Durch den Vergleich der Daten von iTunes mit denen auf der Kreditkarte, konnte das System also auf meine Emailadresse schließen.
Nun ist das nur eine sehr kleine Anwendung, aber durch diesen kleinen Abgleich der Daten, konnte man den Service gegenüber dem Kunden, in diesem Fall gegenüber mir, wesentlich erhöhen.
Ich bin gespannt, was die Zukunft im Bereich Multi-Channel Retail so bringt. Wenn jemand ähnliche Beispiele für die Konsistenz verschiedener Kanäle kennt, würde ich mich natürlich freuen, wenn er diese hier postet.