Archive for Juli, 2007

I want an iPhone

(via Mashable!)

Textilshop mit Social Shopping Element von Otto

In Großbritannien hat Otto einen neuen Textilshop unter der Marke “Oli” eröffnet. Das Highlight des Shops ist das mit Ajax Flash realisierte “Oli Look Book”. Auf jeder Seite gibt es die Möglichkeit Kleidung zum Oli Look Book hinzuzufügen. Im Oli Look Book können dann die verschiedenen Kleidungsstücke zu Outfits kombiniert werden. Die Outfits können dann komplett gekauft oder aber an Freunde verschickt werden.

Oli Look Book

Auch der Rest des Shops macht einen sehr guten Eindruck.

Mehr zum Thema:
InternetRetailing.net: Otto steps onto social shopping path

User generated Content bringt einen Anstieg der Verkaufszahlen um 26%

Das amerikanische Unternehmen NetShops hat in einer Studie die Verkaufszahlen für eine Gruppe von 546 Produkten vor und nach der Einführung von Kundenrezensionen / Produktempfehlungen ermittelt. Als Ergebnis konnte NetShops eine Erhöhung der Verkaufszahlen für Produkte um durchschnittlich 26% feststellen. Die Einführung der User-generated Content Funktionen hatte sich so, innerhalb kürzester Zeit rentiert.

Ein gutes Beispiel, dass sich Web2.0-Funktionalitäten in Online-Shops auszahlen.

NetShops verkauft eine große Anzahl von Produkten über verschiedene Nischenseiten.

(via Marketing Pilgrim)

Umsatzzahlen für den Versandhandel 2007

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) vermeldete gestern aktuelle Zahlen. Demnach wird der Gesamtumsatz des Versandhandels von 26,3 Mrd. Euro in 2006 auf 27,6 Mrd. Euro in 2007 ansteigen. Der moderate Gesamtanstieg ist überwiegend mit einem Anstieg des Anteils der Online von Versandhändlern verkauften Waren von 10 Mrd. auf 10,9 Mrd. Euro zu erklären.

Insgesamt schätzt der bvh den E-Commerce-Umsatz in Deutschland in 2007 auf 16,8 Mrd. Euro.

Die Umsätze von Multi-Channel-Händlern, die ihre Waren sowohl über den Katalog als auch Online verkaufen, blieb interessanter Weise relativ konstant (17,4 Mrd. Euro gegenüber 17,5 Mrd. Euro im Vorjahr). Leider wird in dieser Gruppe nicht unterschieden, wie sich die Umsätze über die einzelnen Vertriebskanäle geändert haben. Meine Vermutung: Sinkende Umsätze über die Kataloge, wurden durch steigende E-Commerce-Umsätze ausgeglichen.

Schlechter als den Multi-Channel-Händlern erging es dem Bereich Teleshopping. Die Teleshopping-Versender verlieren 17,7 Prozent ihrer Umsätze, die damit von 1,29 Mrd. Euro auf 1,06 Mrd. Euro sinken.

Sehr gut geht es dagegen der Gruppe der reinen Internetversender (Internet-Pure-Player). Die Umsätze dieser Gruppe stiegen von 3 Mrd. Euro auf 3,3 Mrd. Euro.

Die Gruppe mit größten Wachstumsdynamik waren die Ebay-Powerseller (+26%).

Insgesamt scheint der E-Commerce den Rückgang im traditionellen Versandgeschäft über den Katalog und den Fernseher sehr gut abzufedern. Es ist weiterhin der Treiber im Versandhandel.

Quelle:
bvh – Beliebter Versandhandel: Umsatz wächst auf 27,6 Mrd. Euro

Weitere Artikel zum Thema:
E-Commerce-Blog – Umsatzzahlen aus dem Versandhandel
Heise – Internet treibt den Versandhandel an

Der Pate

Ich brauche unbedingt mal wieder eine neue Staffel der Sopranos. Aber dieser Werbespot ist auch nicht schlecht:

Pepsi vs coca cola – The godfather
Hochgeladen von Millabba
via Basic Thinking

Thema Produktsuche im E-Commerce

Die Produktsuche und damit die Auffindbarkeit der Produkte im Internet und im speziellen im Online-Shop ist ein sehr wichtiges Thema.

Suche bei Freemans

Mein Kollege Alexander hat das Thema auf seinem Blog ein wenig ausführlicher betrachtet: Gesucht und gefunden: Produktsuche im Internet. Prädikat: Sehr lesenswert.

Im E-Commerce Blog wird ebenfalls zum Thema Produktsuche diskutiert. Dort geht es speziell um den Vergleich der Suche im Online-Shop mit FACT-Finder und Celebros.

Bei Xing im Versandhandelsforum wurde der Versuch eines kleinen Erfahrungsaustausches zum Thema FACT-Finder (Anmeldung notwendig) gestartet.

Süd Korea besteuert Einnahmen in virtuellen Welten

Bisher glichen virtuellen Welten wie Second Life noch einem Steuerparadies. Doch wo Geld verdient wird, ist auch der Fiskus nicht weit weg. Süd Korea scheint in Sachen Besteuerung hier den Vorreiter zu spielen, wie dieser Artikel berichtet.

User-generated Content: Kundenbewertungen

Eines der wichtigsten Themen unter dem Schlagwort Web2.0 ist die Beteiligung der Nutzer. Im E-Commerce ist die Bewertung von Produkten durch Kunden dabei, sich als eine der wichtigsten Beteiligungsformen für Online-Shopper zu etablieren. Klar hat Amazon diese Funktionalität (“Kundenrezensionen”) schon eine ganze Weile. Aber auch Otto ermöglicht seinen Kunden schon seit einer geraumen Zeit Kundenbewertungen zu verfassen.

Was bieten Kundenbewertungen für Vorteile?

  • Durch die gezielte Beteiligung der Kunden kann eine stärkere Kundenbindung entstehen.
  • Produkte mit besseren Bewertungen, verkaufen sich besser.
  • Der Händler erhält ein unmittelbares Feedback auf seine Produkte.
  • Die Seite erhält zusätzliche Inhalte, was positive Effekte auf das Suchmaschinen-Listing hat.

Ein paar interessante Fakten zu Kundenbewertungen beschreibt Jupiter Research (Zusammengetragen durch Marketing Pilgrim: “Five More Important Facts About User Reviews in E-tail.“):

  • Benutzer schreiben eher über gute Einkaufserlebnisse, als über schlechte.
  • Benutzer rezensieren häufiger Produkte, die sie mögen, als Produkte, die sie nicht mögen.
  • Kunden, die Produktbewertungen schreiben, geben mehr Geld online aus.
  • Mehr als die Hälfte aller Online-Käufer findet Kundenbewertungen hilfreich.
  • Reviews von Kunde werden fast genauso hoch bewertet, wie Informationen von Unternehmen.

Trotz dieser Fakten gibt es immer noch zahlreiche Händler, die das Instrument noch nicht einsetzen. Der häufigste Vorbehalt ist immer noch die Angst vor negativen Bewertungen. Neben dem schon genannten Punkt, dass Kunden häufiger über gute als über schlechte Erlebnisse schreiben, stellt sich vor allem die Frage nach dem richtigen Umgang mit negativen Bewertungen. Hier gibt es meiner Meinung nach folgende Möglichkeiten:

  • Das Problem untersuchen: Häufen sich z. B. die negativen Bewertungen für ein Produkt, sollte der Händler sich vielleicht Gedanken machen. Ist es ein spezifisches Problem eines Kunden, kann man diesen eventuell durch einen Bonus positiv stimmen.
  • Ein weiteres gutes Mittel, um Rezensionen zu kontrollieren, ist die Selbstkontrolle durch die Community. Bei Amazon und Otto hat man hier für die Möglichkeit geschaffen, dass Benutzer Kundenbewertungen als hilfreich oder nicht hilfreich einstufen.
  • Als letzte Instanz bleibt dann noch z. B. böswillige Kommentare durch eine Redaktion auszublenden.

Kunden beginnen Aussagen anderer Benutzer mehr zu trauen, als den Unternehmen. Händler sollten daher über die Einführung von Kundenbewertungen nachdenken. Hierzu nochmal eine Aussage von Greg Howlett, Marketing Pilgrim:

Unfortunately, it does not matter too much whether I disagree with this trend and does not matter whether you do either. If you want to sell online, you had better be tuned in to this massive mindshift.

Weitere lesenswerte Quellen zum Thema:

Wie kann man noch mit negativen Bewertungen verfahren? Gibt es E-Commerce Seiten, bei denen Kundenbewertungen unpassend sind?

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