Bye, Bye Cyberport.24 – Funktioniert Live-Shopping in Deutschland nicht?
Mit Cyberport.24 schließt heute der erste Woot!-Klon in Deutschland nach rund 8 Monaten wieder seine Pforten. Im Cyberbloc schreibt Sven Kaulfuß über Gründe, die zum Scheitern der Live-Shopping Plattform führten.
Zwei dieser Gründe möchte ich hier herauspicken:
- Cyberport.24 hatte keinen eigenen Einkauf, viele der Produktaktionen rekrutierten sich aus den Ladenhütern des Cyberport-Shops. Es scheint, dass Ladenhüter auch durch ein Live-Shopping-Erlebnis nicht zu Überfliegern werden. Ich hätte es gerne mal mit attraktiverer Ware gesehen.
- Die Geizhalsmentalität in Deutschland. Vor den meisten Anschaffungen wird der Cent mindestens zweimal herumgedreht. Dadurch war Cyberport.24 bei den Abverkäufen nur wirklich erfolgreich, wenn man extrem niedrige Preise aufrief und damit von vornherein einen Verlust mit einkalkulierte. Vielleicht hätte auch hier die attraktivere Ware zu einer größeren Entscheidungsfreudigkeit der Benutzer führen können.
Soviel zu den Problemen. Andersherum würde ich zu gerne wissen, ob es z.B. Multi-Channel-Effekte gab: Besucher, die über Cyberport.24 in den Cyberport-Shop gekommen sind. Diese Effekte lassen sich leider meist nur schwer nachvollziehen. Ich denke aber, dass Cyberport.24 als Marketing-Konzept sicher erfolgreich war.
Alles in allem sehr schade um eine doch herausragende Live-Shopping-Idee. Mal sehen, wie sich die anderen schlagen.
Das neben Cyberport.24 bei mir meist besuchte Live-Shopping-Portal ist übrigens Sportlet.
Zum Abschied: “Die Show muss weitergehen!”
(via Basic Thinking)
[...] um 0:00 Uhr gibt es ein neues Produkt für einen Tag in begrenzter Stückzahl. Im Gegensatz zum gescheiterten Versuch der Konkurrenz von Cyberport aus dem letzten Jahr, gibt es bei Alternate durchaus aktuelle Ware und das zu einem sehr guten [...]