Archive for März, 2008

Thesaurus für die Suche

In einer aktuellen Studie wurde gerade wieder betont, dass nur wenige Nutzer einfach nur zum Bummeln einen Online-Shop besuchen. Viel mehr möchte ein Großteil der Nutzer  “schnell und mit Sicherheit die richtigen Produkte finden“. Ein zentrales Instrument um diesen Wunsch zu unterstützen ist natürlich die Suche.

Eigentlich alle Suchlösungen versuchen mit Hilfe mehr oder weniger guter Algorithmen Ähnlichkeiten zwischen den gesuchten Wörtern und denen im Index zu berechnen. Dabei gibt es Zusammenhänge, die auch der beste Algorithmus nicht von selbst kennen kann. Ein Beispiel hierfür wäre der Zusammenhang zwischen “Notebook” und “Laptop”. Eigentlich in jedem Shop gibt es einige solcher Kombinationen. Daher besitzen die meisten aktuellen Suchlösungen die Möglichkeit, einen Thesaurus (bzw. Synonyme) zu pflegen.

Für den Nutzer ist diese Funktionalität durchaus nützlich. Sucht er in einem Shop nach “Monitor” bekommt er auch alle “TFT Display” angzeigt. Das Wichtigste ist, dass der Nutzer passende Produkte findet, die er dann anschließend mit Hilfe der Attribute filtern kann.

Von der Usability würde ich es als sinnvoll erachten, wenn der User mitgeteilt bekommt, dass auch nach einem anderen Begriff gesucht wurde. Mir ist gerade ein Beispiel aufgefallen, bei dem dies nicht der Fall ist: Ebay.

mercedes auf ebay

Dort habe ich gerade nach einem Sofa gesehen und zwar vom Hersteller “Rolf Benz”. Also habe ich in der Suche “Benz” eingegeben. Im Suchergebnis sehe ich das allerdings nicht mehr. Selbiges ist groß mit “mercedes auf ebay” überschrieben. Von “Benz” keine Spur. Nach dem Aufklappen weiterer Kategorien findet man dann auch Möbel, bei denen auch die Ergebnisse mit “Benz” enthalten sind. Aber von der Usability wäre es sicherlich besser, wenn oben nicht “mercedes auf ebay” sondern “benz auf ebay” gestanden hätte. Wenn ich auf der Ergebnisseite keinen Hinweis mehr auf mein gesuchtes Wort finde, dann passt da etwas nicht.

Tracking im E-Commerce

Am Mittwoch traf sich mal wieder die Deutsche Intershop Anwendergruppe. Neben einigen Vorträgen durch Intershop gibt es auch immer Berichte von Kunden.

Beeindruckend war diesmal der Vortrag durch Herrn Lauber von Baur zum Thema “Siteengineering bei Baur”. Baur ist bestrebt seine Seite optimal auf den Benutzer auszurichten. User-centered Design nennt man dieses Vorgehen, dass im E-Commerce u.a. auch von Amazon getrieben wird.

Bei Baur setzt man das Prinzip um, in dem man zum einen Benutzer befragt und zum anderen multivariate Tests durchführt. So hat man z.B. hunderte Varianten von Suchergebnisseiten gegeneinander getestet. Um daraus entsprechende Schlüsse ziehen zu können, benötigt man natürlich auch adequate Berichte. Und dieser Teil des Vortrages gehörte mit zu den Spannendsten.

Baur

Viele Online-Shops nutzen heutzutage ja schon ein Web Analytics Tool. Allerdings tracken die meisten dieser Tools nur den Shop. Nach der Bestellung ist der Bericht zu Ende. Was bringt einem Shopbetreiber allerdings eine wunderbare Conversion Rate im Shop, wenn die Kunden anschließend z.B. nicht zahlen oder ihre Ware wieder zurückschicken. Das gleicht eher einem Blindflug. Reports für eine wirkliche Optimierung müssen also wesentlich weiter greifen. Genau das macht Baur. Dort sammelt man Daten vom Online-Marketing über den Shop bis zum Backend, was nach Einführung dazu führte, dass zahlreiche Budgets auf Maßnahmen umgeschichtet wurden, die eine bessere Kosten-Umsatz-Relation aufwiesen.

Wer also sein Geschäft optimieren möchte, sollte sein Reporting so erweitern, dass er seinen kompletten Prozess überblicken kann.

Multi-Channel fördert hochwertige Kunden

Forrester hat eine neue Studie zum Thema Multi-Channel Retail herausgegeben. Demnach gibt es in Europa drei traditionelle Kanäle, in denen Europäer einkaufen: Ladengeschäfte, Online-Shops und andere Fernabsatzkanäle (Post, Telefon, Katalog). Eine zunehmende Bedeutung gewinnt laut Forrester vor allem der Online-Shop. Interessant für traditionelle Händler ist hier, dass der Online-Shop weniger ein Substitut für die anderen Kanäle als viel mehr eine Ergänzung ist.

Für Händler lohnt es sich, Multi-Channel-Kunden zu umwerben, denn diese geben laut Forrester mehr Geld aus, sind treuer gegenüber der Marke und empfehlen die Marke eher weiter.

Wenn das kein Grund ist …

Die Präsenz in mehreren Kanälen ist meiner Meinung eine der Schlüsselstrategien für viele Marken, Hersteller und Händler. Wer hier die beste Convenience zwischen den verschiedenen Kanälen bietet, wird einen strategischen Wettbewerbsvorteil erlangen.

Xobni, Teil 2

Heute Nachmittag hatte ich für mich doch ein wenig überraschend eine Einladung zur Xobni-Beta in meiner Inbox. Überrascht, weil ich schon eine ganze Weile auf der Beta-Liste stand und jetzt, nach Neueintragung in die Liste und Artikel im Blog gerade mal zwei Tage warten musste.

Xobni

Also habe ich das Plugin für Outlook natürlich gleich installiert. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Die Art und Weise, wie Xobni Zusammenhänge in Outlook darstellt und die Möglichkeiten zu navigieren, sind wirklich klasse. Intuitiv bekommt man Kommunikationsstränge dargestellt und kann sehen, welche Dateien man innerhalb dieser mit Personen ausgetauscht hat. Spielerisch klickt man sich durch die Netzwerke aus vorhanden Personen.

Mal wieder die Telefonnummer eines Kontakts verlegt, der nicht in den Outlook Kontakten gespeichert ist? Mit Xobni kein Problem, wenn der Kontakt die Telefonnummer mal in einer Emailsignatur stehen hatte. Xobni extrahiert diese Nummern und zeigt sie gleich an.

Mal sehen, ob ich nach ein paar Tagen immer noch begeistert bin. Im Moment würde ich sagen, das Plugin hat das Zeug zum Standard. Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass schon gemunkelt wird, dass Microsoft an einem Kauf von Xobni interessiert ist.

Nun aber genug des Lobes. Am besten einfach selber für die Beta anmelden. Da ich auch weitere Personen einladen kann, kann mindestens ein Outlook-User der Warteliste entgehen, indem er sich bei mir meldet.

Beenden werde ich mit einem Zitat von der Xobni-Website:

“Drowning in Email? Get Email Hapiness with Xobni!”

Schock!

Als ich heute Morgen meinen Desktop-Rechner starten wollte, spielte dieser komplett verrückt. Dateien wurden nicht gefunden, Dienste mit Fehlermeldungen beendet usw.. Sehr merkwürdig. Ein Virenscan hat zwar nichts gefunden, aber auch das Wiederherstellen funktionierte nicht mehr. Das ist so ziemlich der Alptraum eines jeden mündigen Rechnerbesitzers.

Habe den Rechner also heute Abend neu installiert. Bis jetzt fand ich Windows Vista Ultimate eigentlich nicht schlecht, aber die Aktion hinterlässt einen faden Beigeschmack. Soetwas ist mir seit Jahren nicht mehr passiert.

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