Archive for Januar, 2009

Gute Suche oder wie man es besser nicht macht

Vor nicht all zu langer Zeit wurde eine Idee an mich heran getragen, wie man eine gute, fehlertolerante Suche für Online-Shops programmieren könnte. Im Kern war die Idee recht einfach: Man notiere einfach an jedem Artikel sämtliche potenziellen Schreibweisen und Synonyme und mache sie durchsuchbar. Die entsprechende Datenbank könne man ja schrittweise aufbauen.

In der Theorie funktioniert das sicherlich recht gut. Allerdings gibt es zwei Haken:

  1. Ein Wort kann schon ziemlich viele Schreibweisen haben, zählt man alle kleinen Vertipper mit hinzu.
  2. Bei 10 Produkten mag man das ja noch hinbekommen. Bei mehreren 1000 Produkten wohl eher nicht.

Es gibt halt nicht umsonst moderne Produktsuchmaschinen, die mit Hilfe von Suchalgorithmen Ähnlichkeiten erkennen können.

Buch für Männer

Ich bin jetzt fast am Ende des Buchs “Ein Mann – Ein Buch” angelangt und es war durchaus interessant – ich habe Einiges gelernt. Die Authoren des Buches beschäftigen sich mit zahlreichen Themen, die ein Mann wissen muss, z.B.:

  • Wie binde ich eine Krawatte?
  • Welche Schuhe trägt man?
  • Welche Bücher sollte ein Mann gelesen haben?
  • Wie landet man einen Jumbo-Jet?

Eigentlich ist für jeden etwas enthalten. Von den ernsteren Themen bis zu den amüsanteren. Es liest sich sehr locker und da die einzelnen Themen immer recht kurz und in sich geschlossen sind, kann man auch ohne Probleme zwischendrin eine Pause machen.

Entdeckt habe ich das Buch übrigens durch die Literatursendung “Druckfrisch” von der ARD. Die ist übrigens auch sehr empfehlenswert.

Verschläft der E-Commerce das Semantic Web?

Heute kam bei mir wieder die aktuelle Ausgabe des Harvard Business Managers ins Haus. Der Themenschwerpunkt sind die 10 besten Management-Ideen für das Jahr 2009. Eine dieser 10 Thesen wird unter dem Titel “Die Neuerfindung des Internets” aufgeführt. Beschrieben wird die schleichende Technologierevolution, die das Semantic Web mit sich bringt. Die Änderungen in der Struktur des Internets, die das Semantic Web mit sich bringen wird, werden das Internet grundlegend verändern. Teile der Angebote, die es heute gibt, werden in Zukunft obsolet sein. Heute freuen sich, die als wenig innovativ gehandelten, Otto und Quelle noch über ihre gut funktionierenden Shopping-Malls im Internet, die die Verluste in ihrem herkömmlichen Geschäftszweigen ausgleichen. Was aber, wenn durch die Änderungen, die das Semantic Web mit sich bringt, diese Seiten innerhalb kurzer Zeit auf das Abstellgleis geraten. Was wenn selbst die als innovativ eingestuften Unternehmen innerhalb kurzer Zeit durch eine Technologierevolution ins Abseits geraten?

Das Semantic Web wird viele Neuerungen mit sich bringen. Je früher man sich damit beschäftigt, desto besser wird man gerüstet sein. Und bisher beschäftigen sich viel zu wenige Unternehmen mit den potenziellen Auswirkungen. Der Artikel im Harvard Business Manager ist zwar kurz, warnt aber sehr wirkungsvoll.

Otto trotzt der Krise

otto_logoAuf einer Pressekonferenz gab Otto bekannt, dass man trotz der Wirtschaftskrise das Umsatzniveau im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem vorherigen halten könne (ca. 1,7 Millarden Euro). Den größten Anteil daran hat der E-Commerce: 850 Millionen Euro hat Otto demnach online umgesetzt, was einem Wachstum zwischen 35 und 38 Prozent entspricht.

Der Trend setzt sich also fort: Der Katalog entwickelt sich mehr und mehr vom Umsatztreiber zum bebilderten Begleitheft. Die Umsätze werden im Versandhandel online gemacht. Die schwächelnde Wirtschaft scheint diese Entwicklung zu beschleunigen.

Der Digitale Kanal als Wachstumsmaschine für den Versandhandel

Bei Slideshare habe ich gerade eine interessante Präsentation gefunden, die anscheinend zur Shop.org 2008 von Kelly Mooney (Resource Interactive) gehalten wurde. Er fasst darin eine ganze Menge Statistiken und ein paar Feature-seitige Wachstumstreiber für den E-Commerce zusammen. Nicht weltbewegend, aber gut illustriert.

The Digital Channel: Retail’s Growth Engine

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