Windows 7: Das letzte Windows?
Ich nutze Windows 7 jetzt seit erscheinen des Release Candidates auf meinem privaten PC und ich muss sagen, dass ich ziemlich begeistert bin. Bisher habe ich keine Fehler gefunden, die Bedienbarkeit ist wesentlich besser als bei Vista und es ist schön schnell. Ich würde sagen, dass Microsoft hier wirklich das beste Windows herausbringen wird, dass es bisher gegeben hat.
Gestern hatte ich eine interessante Diskussion. Die Hauptfrage: Könnte Windows 7 nicht nur das beste sondern auch das letzte Windows sein?
Nehmen wir das Beispiel einer Schaufel. Die Schaufel wurde irgendwann entwickelt und dann in Generationen optimiert. Inzwischen ist eine Schaufel immer eine Schaufel.
Auch Windows hat sich vom oberflächlichen Gesamtkonzept über die Jahre nicht mehr viel verändert. Kann Windows 7 also das komplette und damit letzte Windows sein?
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Hi Tobias,
ich glaube nicht, dass Windows7 das letzte Windows sein wird. Schließlich wird Software und die eingesetzten Techniken stetig weiter entwickelt. Vergleiche mal das System von heute mit von WindowsNT. Bedienkonzepte, Eigenschaften und Design entwickeln sich. Außerdem ist das System eine solide Einnahmequelle für den Konzern und erst Windows ermöglich ein MS-Universum mit Entwicklungswerkzeugen, Office-Integration etc. Es stellt also die Basis anderer Einnahmequellen sicher.
Gruß, Matthias
Nein – der Vergleich mit der Schaufel hinkt. Die Bilderbuchschaufel bzw. die Schaufel, die im Schuppen steht, hat sich als solche natürlich nicht geändert (vielleicht ist sie verrostet). Aber die Schaufel ist ja nur ein Werkzeug, mit dem man z.B. Erdreich oder andere Sachen bewegen kann.
Und die Welt um die Schaufel herum ändert sich und hat sich geändert und inzwischen reicht heutzutage für die speziellen oder grossen Sachen eine Schaufel nicht mehr aus. Für solche Projekte braucht man andere Tools wie Spaten, kleine Gartenschaufeln, riesige Bagger, Schaufelradbagger im Tagebau etc. und es ist nicht absehbar, warum das anderen Dingen (und bei Betriebssystemen) nicht auch so sein sollte (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Schaufel.
Die Menschen wollen halt mit ihren Computern immer mehr machen und das zieht Konsequenzen für die Hardware und die darunterliegenden Systeme nach sich.
Es ist eher zu erwarten, daß das Betriebssystem als solches eben halt nicht mehr so wichtig ist. Früher brauchte man Windows, damit x läuft, heute kann man virtualisieren oder Anwendungen im Browser verwenden.
Wenn es so kommen sollte: DAS wird auf jeden Fall nicht der Grund sein, warum dieses Windows vielleicht das letzte sein wird.
Der Link im obigen Post heißt natürlich
http://de.wikipedia.org/wiki/Schaufel
und die Klammer müsste auch noch zu und vor “anderen Dingen” müsste noch ein “bei”, aber Ihr wißt, was gemeint ist – oder?
Da haben bestimmt zwei miteinander geredet, die außer Windows kaum etwas anderes kennen.
Böse gesagt: Wer immer in Missionarsstellung Sex hat, wird irgendwann auch zur besten Missionarsstellung aller Zeiten kommen
Aber im Ernst: Solange Windows so essentielle Dinge wie virtuelle Desktops, Unterstützung von deutlich mehr (auch virtuellen) Dateisystemen, ein mitgelieferter Hypervisor, eine funktionierende Implementierung von WebDAV, Logical Volumes… fehlen – solange bleibt noch viel Potential für das übernächste und überübernächste “beste Windows aller Zeiten”
Ich habe auch schon mit anderen Betriebssystemen als Windows gearbeitet (z.B. Linux mit diversen Window Managern) und mit virtuellen Desktops konnte ich mich dabei nie so richtig anfreunden.
Sicherlich wollen die Benutzer mit ihrem System immer Neues machen. Und es kommt auch immer neue Hardware heraus, die Anpassungen erfordert. Aber das Fensterkonzept ist aus meiner Sicht langsam ausgereift und erfordert eigentlich kein Update mehr.
Gerade das Neue, dass Benutzer in Zukunft machen wollen, wird interessant werden. Immer mehr Geräte sind vernetzt: Ich surfe im Internet über den Fernseher. Ich kommunizieren via Instant Messaging über mein Mobiltelefon. Das sind alles Domänen, die vor einiger Zeit dem PC-Nutzer vorbehalten waren. Der PC verliert daher schrittweise an Bedeutung bzw. wird er sich verändern. Und damit auch das Betriebssystem. Der Hinweis von George auf die Zunahme von Browseranwendungen ist da folgerichtig. Die Vernetzung nimmt zu. Die Anwendungen kommen aus dem Internet. Das wird auch das Betriebssystem verändern.
Vielleicht ist Windows 7 ja auch nur das letzte Windows, weil das nächste Microsoft Betriebssystem massiv vom aktuellen unterscheiden wird, so dass man nicht mehr von Windows sprechen kann …