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Zahlungsmethoden in Deutschland

Die Bitkom hat aktuell eine Pressemeldung zu den in Deutschland im E-Commerce genutzten Zahlungsmethoden veröffentlicht. In der Umfrage von Bitkom und Forsa wurden Internetnutzer gefragt, mit welchen Zahlungsmethoden sie schon mal einen Online-Kauf bezahlt haben.

Ganz oben auf der Liste stehen die Bezahlung per Rechnung und per Vorkasse. Jeweils 31% Prozent der Befragten haben die Methoden bereits genutzt.

Es folgen die Bezahlung per Einzugsermächtigung (18%) und Nachnahme (16%). Per Kreditkarte haben erst 15% der Befragten bezahlt. Internetbezahlsysteme wie Paypal, T-Pay und Click&Buy wurden von 11% genutzt.

Mich wundert ein wenig, dass die Bezahlung per Kreditkarte nur so gering genutzt wurde und nur kaum mehr Zuspruch fand als die Internetbezahlverfahren. Ich bezahle online eigentlich ausschließlich mit Kreditkarte.

PayPal wird zur Mainstream-Zahlungsmethode

Bisher wurden die Account-basierten Zahlungssysteme wie PayPal ja überwiegend zum Einkaufen bei Ebay oder in sehr kleinen Online-Shops genutzt. Bei den großen Shops spielten sie mehr oder weniger keine Rolle.

Doch die Wahrnehmung hat sich innerhalb des letzten Jahres stark geändert. Den Weg hierfür hat wohl Google im letzten Jahr bereitet. Man versuchte damals in den USA während des Weihnachtsgeschäftes mit massiven Werbeausgaben Marktanteile für Google Checkout gewinnen. Die Online-Händler sprangen danken auf den Zug auf. Der Anteil von Google ging zwar mit dem kürzen des Werbeetats ebenfalls wieder zurück, aber der Weg für Zahlungsalternativen scheint seitdem einfacher.

PayPal und Google Checkout

PayPal setzte nun in diesem Jahr viel daran, seinen Service zu professionalisieren und große Händler anzugehen, was auch glückte. In den USA bieten zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft gleich mehrere große Anbieter die Möglichkeit via PayPal zu bezahlen und kombinieren dies mit verschiedenen Werbeaktionen. Bei Blue Nile, ein Online-Juwelier, wird schon jetzt mehr über PayPal bezahlt, als ursprünglich erwartet.

In Deutschland sind die großen Händler zwar noch ein wenig zurückhaltender, aber ich denke sie werden im nächsten Jahr ebenfalls folgen. Ein wesentlicher Antrieb in den USA wie in Deutschland dürfte die Möglichkeit sein, Einsparungen gegenüber der herkömmlichen Kreditkartenzahlung erzielen zu können.

Gleichzeitig sind die Zahlungsanbieter dabei, ihre Möglichkeiten zu erweitern. So ist man bei PayPal dabei zusammen mit Mastercard eine Möglichkeit zu schaffen, mit der PayPal-Kunden in jedem Online-Shop bezahlen können, in dem Mastercard akzeptiert wird. Auch wenn dafür eine extra Software installiert werden muss, hört sich das sehr interessant an.

Der Markt der Zahlungsanbieter ist stark in Bewegung und es werden sich für Händler hier noch einige Möglichkeiten eröffnen.

Quelle: New York Times, E-Commerce Report, “Retailers Explore New Ways of Being Paid”, 19.11.2007

TOP5 der Bezahlmethoden im Web in Deutschland

Die BITKOM hat in Zusammenarbeit mit Forsa die in Deutschland am meisten genutzten Zahlmethoden erfragt. Am beliebtesten ist immer noch die Lastschrift, gefolgt von Rechnungskauf und Kreditkartenzahlung. Online-Zahlungssysteme, wie z.B. eine Paypal, nutzt nur jeder zehnte Internetnutzer.

Bitkom - Bezahlmethoden im Web

Das Ergebnis der Umfrage macht klar, dass Händler weiterhin mehrere Bezahlmethoden im Portfolio haben sollten, um ihre Kundschaft möglichst optimal bedienen zu können.

Amazon bietet Online-Bezahlungsdienste an

Mit Amazon bietet jetzt auch das dritte große E-Commerce-Unternehmen seinen eigenen Bezahldienst an und vervollständigt damit das Triumvirat: Ebay hat Paypal, bei Google wird mit Google Checkout bezahlt und Amazon bietet die Amazon Flexible Payment Services (Amazon FPS) an.

Paypal Google Checkout Amazon FPS

Es fehlen eigentlich nur noch Microsoft und Yahoo mit einem Payment-Angebot.

Es gibt wohl nur wenige Bereiche im E-Commerce, in dem sich so viele Anbieter tummeln, wie im Payment. Dies liegt nicht zu letzt daran, dass das Geschäft mit der Zahlungsdienstleistung sehr lukrativ ist. In einem Markt mit den buntesten Namen haben die großen E-Commerce Marken durch Bekanntheit und Seriösität einen wesentlichen Vertrauensvorsprung.

Die Nase vorn hat im Moment PayPal.