Archive for the 'Zukunft' Category

Vision Online Shopping und Semantic Web

Das Semantic Web wird in Zukunft dafür sorgen, dass Produktdaten strukturiert verfügbar sind. Diese strukturierten Daten werden von Herstellern und Händlern auf ihren Webplattformen zur Verfügung gestellt, von wo sie von verschiedenen Suchmaschinen und Portaldiensten abgeholt werden und für Benutzer bereitgestellt werden.

Der Online-Käufer bewegt sich innerhalb der Suchmaschinen und Portale, wo er direkten Zugriff auf einen riesigen Produktbestand hat. Zu diesen Produkten kann der Nutzer direkt auf Herstellerinformationen, Informationen von Händlern und auch Nutzern zugreifen (z.B. in Blogs veröffentlichte Artikel und Bilder).  Der Käufer hat nun direkt die Möglichkeit das Produkt aus dem Portal heraus zu bestellen. Der Händler übernimmt nur noch das Fulfillment und den Kundenservice.

Das würde natürlich bedeuten, dass Online-Shops der heutigen Machart, zumindest was normale Universalversandhändler betrifft, an Bedeutung verlieren werden. Oder sie werden selbst zu einem Portal, das die ganzen Informationen entsprechend integriert.

Das ist eine subjektive Vermutung. Mal sehen, wie es wirklich kommt.

Verschläft der E-Commerce das Semantic Web?

Heute kam bei mir wieder die aktuelle Ausgabe des Harvard Business Managers ins Haus. Der Themenschwerpunkt sind die 10 besten Management-Ideen für das Jahr 2009. Eine dieser 10 Thesen wird unter dem Titel “Die Neuerfindung des Internets” aufgeführt. Beschrieben wird die schleichende Technologierevolution, die das Semantic Web mit sich bringt. Die Änderungen in der Struktur des Internets, die das Semantic Web mit sich bringen wird, werden das Internet grundlegend verändern. Teile der Angebote, die es heute gibt, werden in Zukunft obsolet sein. Heute freuen sich, die als wenig innovativ gehandelten, Otto und Quelle noch über ihre gut funktionierenden Shopping-Malls im Internet, die die Verluste in ihrem herkömmlichen Geschäftszweigen ausgleichen. Was aber, wenn durch die Änderungen, die das Semantic Web mit sich bringt, diese Seiten innerhalb kurzer Zeit auf das Abstellgleis geraten. Was wenn selbst die als innovativ eingestuften Unternehmen innerhalb kurzer Zeit durch eine Technologierevolution ins Abseits geraten?

Das Semantic Web wird viele Neuerungen mit sich bringen. Je früher man sich damit beschäftigt, desto besser wird man gerüstet sein. Und bisher beschäftigen sich viel zu wenige Unternehmen mit den potenziellen Auswirkungen. Der Artikel im Harvard Business Manager ist zwar kurz, warnt aber sehr wirkungsvoll.

Mobiltelefon der Zukunft?

Ich habe schon einiges über das Mobiltelefon mit faltbarem, organischem Display gehört. Andreas von der Schaltzeit war in Barcelona auf dem Mobile World Congress und hat ein kurzes Video über das Telefon mitgebracht.

Das Konzept unterscheidet sich deutlich von allen bisherigen Telefonen. Ich bin mal gespannt, wie sich diese Art von Displays weiterentwickelt.

Metaverse Brunch

Am Freitag hatte ich durch Zufall die Chance (Danke an André von der Schaltzeit für den Hinweis) am ersten Metaverse Brunch in Berlin teilzunehmen. Auslöser des Termins war Jeff Barr, Technology Evangelist bei Amazon und Vollprofi im Umgang mit Second Life, der an diesem Tag in Berlin weilte.

Metaverse Brunch

Die zwei geplanten Stunden waren gefüllt mit interessanten Gesprächen und vergingen wie im Fluge. Zentrales Diskussionsthema war Second Life. Die wichtigsten Aussagen aus meiner Sicht:

  • “Second Life ist im Moment wie Internet 1995 / 1996″
  • Die Einstiegshürden für Second Life sind derzeit zu hoch. Dies betrifft sowohl die Hardwareanforderungen des Second Life Clients, die Usability des Selbigen als auch die Steuerung des Avatars.
  • Die Teilnahme an einer Konferenz mit einem Avatar ist persönlicher als z.B. die Teilnahme an einer einfachen Telefonkonferenz. Die Teilnehmer identifizieren sich mit ihrem Avatar und schenken daher der Veranstaltung mehr Aufmerksamkeit.
  • Skalierung ist für die meisten Projekte im Second Life ein großes Problem, da Linden Lab für eine Veranstaltung nicht mal von hier auf jetzt 100 Server dazu schalten kann.

Nachdem die Second Life Diskussionen in der Öffentlichkeit nach der negativen Publicity seit einiger Zeit ein wenig abgeebbt sind, haben mir die Gespräche am Freitag mal wieder gezeigt, dass wir uns bei dem Thema Second Life / virtuelle Welten einfach noch ganz am Anfang befinden. Vor 12 Jahren hätten auch nur einige  Insider die heutigen Ausmaße des WWW in der heutigen Form vorhergesehen. Die heutigen Second Life User sind daher als Early Adopter zu sehen. Firmen, die versuchen eine Geschäftsidee in Second Life umzusetzen sind First Mover. Dieser Vorteil kann sich für sie noch auszahlen. Und es gibt noch eine ganze Menge an Geschäftspotenzialen, über die wir heute noch gar nicht nachdenken.

Daher mein Fazit: “Alles was wir bisher gesehen haben, ist Vorgeplänkel. Metaversen werden rocken!”

Eine sehr gelungene Veranstaltung. Wer gerne weitere Eindrücke gewinnen möchte kann bei Jeff Barr oder auf dem Schaltzeit-Blog vorbeischauen.

Nichts Neues auf der IFA?

Gestern habe ich die IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin besucht. Gleich vorweg: Richtig begeistert war ich nicht. Was waren also die Themen, die präsentiert wurden?

Blueray vs. HD-DVD

Auf der IFA ist mir vor allem Blueray aufgefallen. Das Konsortium hatte einen eigenen Stand und der Name war auch auf zahlreichen Ständen zu sehen (Installationen, Präsentationen). HD-DVD ist mir nicht wirklich aufgefallen. Die ersten Vermittlungsversuche zwischen beiden Formaten gibt es aber schon: Samsung präsentierte einen Player, der beide Formate abspielen kann.

Fernseher

Der Fernseher wurde natürlich in den verschiedensten Formen präsentiert egal ob Plasma, LCD oder Röhre (ja es gibt sie noch). Die vorgezeigte Innovation war die 100Hz-Technik für die Flat Screens. Hört sich gut an, ich habe allerdings keinen Unterschied gesehen. Was dieses Jahr im Vergleich zum letzten Jahr ausblieb, war die Jagd nach dem größten Fernseher (im letzten Jahr lieferten sich mehrere Hersteller quasi einen Wettkampf). Den größten, den ich auf der IFA dieses Jahr gesehen habe, hatte unglaubliche 102″ Bilddiagonale. Da benötigt man dann keinen Projektor mehr.

Alles in einem Gerät

Ein neuer Trend ist, möglichst alle Komponenten in ein Gerät zu bauen. So hat Loewe z.B. einen Fernseher mit HD-Rekorder und diversen Abspielprogrammen gezeigt(Grundig hatte das ganze als Mediabox getrennt vom Fernseher) . Wie sagte man dort: “Sie können jetzt all das, was sie bisher am Computer machen mussten und wobei sie sich gerne in ihrem Sofa zurücklehnen möchten, an ihrem LCD-Breitbildfernseher machen.” Email und Googeln wurde explizit gesagt, kann man mit dem Gerät nicht. Hierfür benötigt man weiterhin einen Computer. An eine Youtube-Integration hat man sich auch noch nicht herangewagt (sieht wahrscheinlich auf eine großen, schönen Fernseher auch nicht so gut aus).

Meiner Meinung hat man hier zu kurz gedacht. Wenn ich die Möglichkeit hätte, auf meinem Sofa sitzend in der Werbepause mal gerade eine einkommende Email zu lesen, dann fände ich das sehr interessant. Und hier kommt eigentlich auch das Thema E-Commerce ins Spiel, was überhaupt nicht präsent war. Ich sage nur “Shoppen direkt vom Wohnzimmersessel aus.” Das könnte man locker mit der Fernbedienung machen. Soweit ist man aber anscheinend noch nicht. Mal sehen, was in den kommenden Jahren kommt. Innovationen sind gefragt, ansonsten gerät das Fernsehen weiter ins Hintertreffen.
Hat sich der Besuch gelohnt? Da ich mir gerade keinen Fernseher kaufen möchte eher nicht. Die wirklichen Trends für die Zukunft werden wo anders gezeigt.

Prognose für B2C E-Commerce in Europa von 2006 bis 2011

Im aktuellen Newsletter veröffentlichte eMarketer aktuelle Zahlen zur Entwicklung des B2C E-Commerce in Europa von 2006 bis 2011. Nachdem vor einiger Zeit Analysten für die USA schon einen deutlichen Rückgang der Wachstumsraten im E-Commerce prognostizierten, ist auch bei den von eMarketer geschätzten Werten ein Rückgang des Wachstums zu erkennen.

B2C E-Commerce 2006 - 2011

 Allerdings befindet sich das Wachstum weiter auf einem hohen Niveau. Von 2007 bis zum Jahr 2011 soll sich das Gesamtvolumen des B2C Geschäftes in Europa verdoppeln.

Quelle: eMarketer

Zukunftsvision: Epic – Evolving Personalized Information Construct

Nachdem ich ja gestern bereits eine mögliche Zukunftsvision als Video gepostet habe, viel mir sofort eine andere ein: Google Epic.

Deutsche Bearbeitung von Aperto, Original von Robin Sloan und Matt Thompson

Creative Commons Lizenz

Das Video ist nicht mehr ganz neu und die ersten Prophezeiungen sind so nicht eingetreten. Aber das gehört dazu, wenn man eine Vision entwickelt. Das Video von Robert Sloan und Matt Thompson verliert dadurch nicht an Brisanz.

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