Update Peter Fox 1.1



Auf Spiegel Online habe ich gelesen, dass Pierre Baigorry, manch einem bekannt als einer der Sänger der Gruppe Seeed, unter dem Namen Peter Fox ein Soloalbum herausgebracht hat. Alles was ich bis jetzt gehört habe, klingt gut. Wahrscheinlich muss mir mal die CD bestellen.

Morgen dann ein Update vom Versandhandelskongress.

Versandhandelskongress und Mail-Order-World in Wiesbaden

Diese Woche (1. und 2. Oktober) ist mal wieder Versandhandelskongress in Wiesbaden. Dort trifft sich jedes Jahr das Who-is-Who im deutschen Versandhandel und E-Commerce.  Parallel zum Kongress findet auch die Mail-Order-World statt. Neben vielen interessanten Vorträgen wird auch wieder der Preis für den Versender, den Katalog und den Online-Shop des Jahres verliehen.

Ich werde beide Tage in Wiesbaden sein und mich gründlich umsehen. Finden kann man mich wahrscheinlich am ehesten am Intershop Stand (Halle 1, Stand 126).

Bei Online-Auktionen zahlt man freiwillig mehr?

Interessantes liest man heute auf Heise. Wissenschaftler haben eine Studie im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht, die nachweist, dass Bieter in Auktionen freiwillig mehr zahlen, als die Ware wert ist. Zustande kommt dies durch eine unterschwellige Angst vor dem Verlust von Ansehen. So erzeugt eine verlorene Auktion bei Probanden z.B. eine wesentlich stärkere Reaktion als eine verlorene Lotterie.

Eine durchaus interessante These. Jede Auktion ist halt auch immer eine Art Wettkampf zwischen den Bietern, den am Ende nur der Stärkste gewinnt. Es ist also ratsam sich selbst genau zu beobachten, wenn man an einer Auktion teilnimmt. Wer kennt das nicht, dass man kurz vor Ende der Auktion überboten wird und schnell nochmal nachlegt. Ich habe erst gerade so eine Auktion gehabt. Wobei ich in diesem Fall nicht behaupten würde, dass ich zuviel bezahlt habe.

Zurück in Jena

Hier die letzten drei Wochen in Kurzform:

  • Ein entspanntes Wochenende in der Heimbildungsstätte Bad Saarow
  • Viel Sonne auf Mallorca und dabei fast die gesamte Insel gesehen
  • Ein bisschen Großstadt in Berlin
  • Und zum Schluss noch ein Wochenende an der Ostsee mit Drachensteigen und Übernachtung im renovierten Getreidespeicher

Für das Drachensteigen habe ich mir übrigens einen neuen Lenkdrachen zugelegt – eine sogenannte Flugmatte ohne Gestänge. Sieht ein wenig wie ein Gleitschirm aus und während bei geringem Wind ziemlich viele mit ihren Drachen zu kämpfen hatten, zog die Flugmatte richtig schön.

Ab in den Süden

Flughafen Berlin Tegel, Abflughalle. Warten auf den Start in die Sonne!

Textillogistik-Kongress

Eigentlich habe ich gerade mal Urlaub. Am Donnerstag habe ich diesen aber mal für einen Tag unterbrochen und bin nach Frankfurt am Main zum Textillogistikkongress gefahren, veranstaltet von der Textilwirtschaft und der DVZ.

Textillogistik? Für mich ist das, aus dem E-Commerce-Bereich kommend, ein neuer Bereich. Da ich mich aber mit einer E-Commerce-Lösung für die Textilindustrie auseinander setze, sollte ich mir auch mal ansehen, was Textilunternehmen logistisch bewegt.

Es gab dann auch einige interessante Vorträge. Hans Fluri, COO von Hugo Boss, hat über die Produktionslogistik bei Hugo Boss vorgetragen. Ziel ist bei Hugo Boss muss es natürlich immer sein, in der Produktion und Logistik den Standards, die Kunden an die hochwertige Kleidung haben, auch gerecht zu werden.

Ebenfalls sehr gut war der Vortrag von Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Bretzke von Barkawi Management Consultants. Er beleuchtete die Risiken, die mit dem steigenden Transportaufkommen und der damit steigenden Auslastung bzw. Überlastung der Transportwege auf die Textilindustrie zukommen. Die Auswirkungen dieses Faktors werden auf die Wahl der Produktionsstandorte in Zukunft einen ganz erheblichen Einfluss haben, der z. B. eventuelle Lohnkostenvorteile aufheben kann. Auch auf die Distribution wird der Faktor eine wesentliche Rolle spielen.

Ein Thema, das sich durch alle Vorträge zog und das zusätzlich mit einem eigenen Vortrag präsent war, war die Nachhaltigkeit. Das Schlagwort hier war immer wieder der “Carbon Footprint”. Dr. Michael Arretz von der Systain Consulting hat einige seiner Studien vorgestellt. Ein T-Shirt eines nichtnäher genannten Herstellers z. B. hat, wenn es hier in Deutschland verkauft wird, während der Produktion und des Transportes 6 KG CO2 ausgestoßen, was mehr als das 30-fache seines eigenen Gewichts ist. Beim aktuellen Kongress hat man über den Kommentar, dass man diese Zahl mit auf das Etikett drucken könnte, noch geschmunzelt. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Unternehmen, die hier einen sehr geringen Wert vorweisen können, dies in Zukunft durchaus als Wettbewerbsvorteil nutzen könnten und die Konkurrenz damit unter Druck setzen könnten.

Zwei Vorträge zu Online-Shops gab es dann auch noch. Diese brachten mir jetzt nicht wirklich neue Erkenntnisse.

Insgesamt aber eine sehr spannende Veranstaltung. Das Thema Logistik ist ein großes Feld und je mehr ich dazu höre, desto interessanter wird es – deshalb lege ich dafür jetzt auch mal eine neue Kategorie an.

Mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer kauft online

Von 51 Millionen Internetnutzern in Deutschland zählten Anfang 2007 laut statistischem Bundesamt 27 Millionen zu den Online-Käufern. Bei einer Gesamtbevölkerung von 82 Millionen bedeutet das, dass jeder dritte Einwohner in Deutschland bereits Online-Käufer ist.

Dabei werden überwiegend die folgenden Produktgruppen gekauft:

  1. Bücher, Magazine, Zeitungen (50%)
  2. Kleidung und Sportartikel (48%)
  3. Private Gebrauchsgüter, wie Möbel und Spielzeug (47%)
  4. Reisen, Unterkünfte, Bahn- und Flugtickets (44%)
  5. Computer-Software inkl. PC- und Videospiele (37%)
  6. Filme und Musik (37%)
  7. Eintrittskarten für Veranstaltungen (34%)

Und bisher nur jeder zehnte Online-Käufer bestellte Lebensmittel.

Die richtige PR Antwort auf ein Benutzervideo

Letztes Jahr hat ein Spieler des Golfspiels Tiger Woods PGA TOUR 08 von EA in einem Video auf Youtube einen Schlag geszeigt, den er “Jesus Shot” getauft hat. Der virtuelle Tiger Woods steht dabei auf der Wasseroberfläche eines Teichs und schlägt einen Ball von dort aus direkt ins Loch.

Eigentlich also ein Video, dass einen Fehler im Spiel zeigt. Eigentlich …

Hier die großartige Antwort von EA:

Isoquanten

Der Begriff “Isoquante” wollte mir gestern in einer Diskussion mit einem Kollegen erst nicht einfallen. Dabei habe ich davon soviele im Studium zeichnen dürfen. Besonders natürlich in der Vorlesung zur Mikroökonomie (z.B. die Inputwahl in der Unternehmenstheorie).

Das ganze ist mir bei der Diskussion um die Umsätze von Online-Shops gekommen. Der Umsatz lässt sich ja im Prinzip als folgende Gleichung darstellen:

Umsatz = Durchschnittlicher Warenkorb * Anzahl der Bestellungen.

Zeichnet man das ganze in einem Diagram mit den Transaktionen als x-Achse und dem Warenkorb als y-Achse, so erhält man für ein gegebenes Umsatzniveau eine Isoquante, die alle möglichen Kombinationen zeigt, mit denen das Umsatzniveau erreicht werden kann.

Broadvision orakelt über die E-Commerce Zukunft

Broadvision, ein amerikanischer Hersteller von E-Commerce Software, hat die aus seiner Sicht für die Zukunft wichtigsten Trends im E-Commerce genannt:

  1. Kommerzialiserung von sozialen Netzwerken
  2. Personalisierung
  3. Single Identity
  4. Mobile Commerce
  5. Semantic Web

Ein paar weitere Ausführungen gibt es bei InternetRetailing.

Multivariate Tests zur Verbesserung der Website-Performance

In Online-Shops gibt es heutzutage immer mehr Funktionalitäten für Besucher.

Während z. B. eine Suche, früher nur die Eingabe eines Suchwortes mit anschließender Ergebnisliste war, kann der Suchende heute diverse Filter auf sein Suchergebnis anwenden, Sortierungen ändern und bekommt nebenher noch Cross-Selling Informationen.

Und auch eine Produktdetailseite ist nicht mehr nur die pure Darstellung eines Produkts. Produktvideos, Kundenkommentare, Bewertungen, Testergebnisse, Zubehör und weitere Produktempfehlungen werden alle auf der Seite angezeigt.

Die Frage, die sich einem Shop-Manager hier stellt, ist, wie er die Masse der Funktionalitäten ergebnismaximierend anordnen kann. Hier kommen Multivariate Tests ins Spiel. Dahinter steht ein Konzept, mit dem die Seite in verschiedene Teile zerlegt wird und diese dann nach gewissen Regeln immer wieder neu kombiniert werden. So kann man, den entsprechenden Traffic vorausgesetzt, innerhalb kurzer Zeit eine große Menge an Varianten testen und am Ende die Version nutzen, die die besten Ergebnisse verspricht.

Eine gute Einführung, wie Multivariate Test funktionieren, kann man bei Jonathan Mendez nachlesen:

Und es gibt noch ein paar weitere Artikel zum Thema von ihm.

Bisher endet der Multivariate Test dann meist mit der Auswahl der ergebnismaximierenden Variante der zu testenden Website. In Zukunft kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass das System jedem Besucher dynamisch auf Basis verschiedener, gesammelter Parameter eine personalisierte Variante der Seite zeigt – also die Seitenvariante, die für die Benutzergruppe das Ergebnis maximiert.

FAST – Das Enron Norwegens?

FAST Search & Transfer ist mir bisher aus zwei Gründen aufgefallen:

  1. Sie haben eine interessante Suchtechnologie für Online-Shops und Unternehmensnetzwerke, die sich insbesondere durch die hohe Skalierung auszeichnet.
  2. Im Januar wurde das Unternehmen für $1,2 Milliarden US-Dollar von Microsoft gekauft.

Aktuell produziert das Unternehmen allerdings eher unrühmliche Nachrichten. Es wird dem Management von FAST vorgeworfen kostenlose Testlizenzen als potenzielle Geschäfte bilanziert zu haben. Gleichzeitig sollen ein Großteil der Umsätze mit Unternehmen erwirtschaftet worden sein, die durch dem Unternehmen nahestehenden Personen kontrolliert wurden. Ähnliche Bilanzaktivitäten hatten den US-Energieriesen Enron vor ein paar Jahren zu Fall gebracht.

Mal sehen, wie es FAST ergeht. Wobei es wahrscheinlich eher Konsequenzen für das Management als für das gesamte Unternehmen hat.

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