Hagebau und Otto eröffnen Online-Baumarkt

Nachdem sich vor nicht all zu langer Zeit die Baumarktkette Max Bahr ihren Online-Shop geschlossen hat, gibt es heute positives aus diesem Bereich zu melden: Heute ist Hagebau zusammen mit Otto im Internet gestartet. Mit der Ankündigung im April, dass man “die Pole-Position im deutschen Do-it-yourself-Distanzhandel künftig gemeinsam ausbauen wolle”, hat man natürlich einige Erwartungen geweckt. Mit dem heutigen Livegang ist es also an der Zeit sich den Shop ein wenig anzusehen.

Hagebau

Das Design hinterlässt erstmal einen positiven Eindruck. Man erkennt gleich, dass man sich auf der Hagebau-Seite befindet. Keine Revolution, aber solide Hausmannskost. Die Innovation findet sich in diesem Shop eher in vielen kleinen, durchdachten Funktionalitäten:

  • Produkte lassen sich durch Nutzer bewerten.
  • Nutzer können Merkzettel anlegen.
  • Zahlreiche Dialoge werden mit Hilfe von AJAX vereinfacht. Möchte man sich z.B. im Shop anmelden, legt sich ein kleines Overlay-Fenster über die Seite, in dem man sich anmeldet. Der Vorteil ist, dass man die aktuelle Seite nicht verlassen muss.

Hagebau

  • Ebenfalls als Overlay-Fenster werden vergrößerte Bildansichten und Zoomansichten dargestellt. Für die Zoom-Funktion selbst wird Flash genutzt.
  • Auf den Produktdetailseiten kann der Besucher zwischen verschiedenen Karteireitern (Details, Bewertungen, Lieferinformationen, Ratenrechner) hin und her schalten. Auch hier kommt JavaScript zum Einsatz.
  • Einer meiner Favoriten ist der Standortfinder für Filialen. Dieser wurde mit Hilfe von Google Maps realisiert und in die Seite integriert.
  • und viele weitere …

Mit diesen Funktionen setzt Hagebau neue Maßstäbe im Bereich der großen Online-Shops. Und im Bereich der Baumärkte ist man im Moment (Obi und Praktiker haben ja keinen Shop) quasi konkurrenzlos. So wird man die Pole-Position wohl tatsächlich ausbauen.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) für AJAX-Seiten

Ajax erhält ja vermehrt Einzug in Internetseiten insbesondere auch im E-Commerce. Damit man aber auch mit Ajax-Technologien in Suchmaschinen weiterhin gut gefunden wird, gibt es einige Punkte, die man beachten muss, da die Robots der Suchmaschinen kein JavaScript ausführen.

Bei Ajaxian gibt es Tipps, wie man seine Seite trotz Ajax für Suchmaschinen gut sichtbar gestalten kann.

Ein Muss für jeden, der sich mit der Seitenprogrammierung und Suchmaschinenoptimierung (SEO) auseinandersetzt.

Ajax im E-Commerce: Die Schnellansicht

Schritt für Schritt erhalten immer mehr Ajax-Funktionen Einzug in Online-Shop. Eine Funktion, die bei Online-Shops für Kleidung immer häufiger zum Einsatz kommt, ist der “Quick Look” (zu Deutsch: “Schnellansicht”).

Vorreiter war hier die Firma GAP aus den USA im Shop GAP.com.

Quick Look auf GAP.com

Die Funktionsweise ist dabei relativ einfach: Fährt ein Besucher über ein Produktbild in der Kategorieansicht, erscheint nach einer kurzen Verzögerung die Schaltfläche “Quick Look”. Klickt der Benutzer auf diese Schaltfläche, öffnet sich ein kleines Fenster mit den wichtigsten Daten zum Produkt und der Möglichkeit den Artikel sofort zu bestellen.

Eine weiterer Shop, der inzwischen eine solche Funktion implementiert hat ist Quelle.de.

Schnellansicht bei Quelle

Hier heißt das ganze dann “Schnellansicht”. Die Funktionsweise ist aber die Gleiche.

Ich finde diese Funktion wirklich praktisch. Der Benutzer kann sich schnell und einfach einen ersten Überblick zu einem Produkt verschaffen und muss hierfür nicht extra eine neue Seite aufrufen.

Ein weiterer Grund, warum diese Funktionalität bei Shop-Betreibern gut ankommt, dürfte sein, dass die Shop-Funktionalität insgesamt nicht beeinträchtigt wird, wenn die Funktion nicht zur Verfügung steht (JavaScript ausgeschaltet ist).

Dojo 0.9 ist da

Dojo ist ein AJAX-Framework zu Erstellung von Rich-Internet-Applications (RIA). Die neue Verison 0.9 bringt jetzt erhebliche Performance-Vorteile gegenüber der Vorversion. Im wesentlichen wurde die Basis Bibliothek wesentlich schlanker gestaltet und es müssen für Applikationen nur noch die Teile vom Client geladen werden, die für die Applikation gebraucht werden.

Ajaxian sieht in der neuen Version “ein komplett neues Dojo“. Womit sie auf Grund des neuen Aufbaus wohl recht haben.

Finale Version 2.0 des AJAX Frameworks DWR erschienen

Die Version 2.0 des AJAX Frameworks DWR ist jetzt von den Entwicklern als stabil freigegeben worden.

DWR - Wie es funktioniert.

Das interessante an DWR ist, dass man mit Hilfe des Frameworks in JavaScript auf Java-Klassen und -Methoden zugreifen kann, die auf dem Server ausgeführt werden. Projekte, die serverseitig Java nutzen, sollten auf alle Fälle einen ausführlichen Blick auf das Framework werfen.

Adobe veröffentlicht Flex 3 unter Open Source Lizenz

Es bleibt weiterhin spannend bei den Frameworks für Rich Internet Applications. Im Moment gibt es zwei interessante Technologien, um Rich Internet Applications zu erstellen: Auf der einen Seite AJAX mit zahlreichen Frameworks (kommerziell und Open Source) und auf der anderen Seite das von Adobe gepflegte Flex.

Beide Technologien sind inzwischen relativ weit verbreitet. Heute verkündete nun Adobe, Flex als Open Source zu veröffentlichen (Quelle: Heise). Durch die Öffnung der kommenden Flex-Komponenten unter der Mozilla Public License (MPL) könnte sich die Verbreitung von Flex weiter steigen.

Im E-Commerce halten die Technologien immer häufiger Einzug. So nutzen große Unternehmen, wie Otto und Quelle bereits massiv Ajax. Flex wird z.b. von Sqoops und Nike USA genutzt.

E-Commerce Software Intershop Enfinity Suite 6.2

Nachdem ich jetzt über ein Jahr bei Intershop die Planung und Entwicklung der E-Commerce Software Enfinity Suite 6.2 begleitet habe, möchte ich doch zumindest kurz erwähnen, dass diese seit Anfang April offiziell verfügbar ist.

Es gibt viele Highlights. Eines der wohl interessantesten ist aus meiner Sicht das Storefront Editing System. Dieses bietet eine Verbindung von Content-Management und E-Commerce, wie ich sie so noch nicht gesehen habe. Redakteure können jetzt direkt an den Stellen im Shop, an denen sie etwas ändern wollen, entsprechenden Content einpflegen. Die Bedienung wurde dabei mit Hilfe von AJAX-Elementen realisiert.

Screenshot der Demoapplikation PrimeTech

Weitere Highlights sind unter anderen:

  • die neue Suche, die auf Basis von Omikrons FACT-Finder Technologie entwickelt wurde,
  • die suchmaschinenfreundlichen URLs (damit kann ein Online-Shop auch im organischen Suchindex gut gelistet werden),
  • zahlreiche weitere Online-Marketing Funktionen,
  • eine Integration mit der Web Analytics Anwendung von WebTrends und
  • die Outbound Syndication, die es ermöglicht Content zeitgesteuert, in verschiedenen Formaten z.B. externen Seiten zur Verfügung zu stellen.

Die Liste ließe sich noch weiter fortführen. Insgesamt möchte ich von einem wirklich gelungenen Release sprechen.