Die allgegenwärtige Personalisierung im Netz

Personalisierung ist ein spannendes Thema. Google hat gerade angekündigt, dass man seine Dienste noch mehr auf den Nutzer anpassen möchte.

Laut Googles CEO Eric Schmidt (Heise) sei das Ziel,

dass man den Benutzern eines Tages sagen könne, welchen Job sie nehmen und was sie morgen machen sollen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss man natürlich eine Menge mehr Daten über das Nutzerverhalten sammeln.

Auch Microsoft kündigte in Sachen Personalisierung der Internetdienste ähnliche Visionen an. Zur Zeit entwickelt man dort an einem Programm, das nur auf Grund von Sucheingaben und besuchten Seiten auf Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Beschäftigung und Hochschulabschluss des Nutzers schließen kann.

Die Suchmaschinen arbeiten also massiv daran, ihre Benutzer besser kennenzulernen. Auch im E-Commerce spielt die Personalisierung eine immer größere Rolle. Möglichkeiten auf Shop-Seiten zu personalisieren, gibt es zahlreiche. Vorreiter ist sicherlich Amazon. Der Shop erkennt seine Besucher, kennt die Produkte, die sich die Besucher angesehen haben, weiss, was sie eingekauft haben und empfiehlt ihnen darauf basierend an zahlreichen Stellen passende Produkte. Die ersten Empfehlungen gibt es z.B. gleich auf der Startseite: “Neu für Sie” oder auch “Unsere Empfehlungen für Sie”.

Und auch andere Online-Shops eifern zur Zeit dem Vorbild Amazon hinterher. Der Grund ist ganz einfach: Die Personalisierung steigert die Auffindbarkeit von Produkten (eines der wichtigsten Long Tail-Prinzipien) und führt letztendlich zu besseren Konversionsraten.

Die Kehrseite der Personalisierung ist eine massive Datensammlung über das Nutzerverhalten. Jede Bewegung eines Nutzers auf einer Webseite wird analysiert um daraus neue Ableitungen zu gewinnen. Orwell, ich hör dir trapsen! Allerdings scheinen es die Benutzer entweder aus Unwissenheit oder auf Grund des dazugewonnen Komforts gar nicht als problematisch zu empfinden.

Ich finde das Thema zumindest sehr spannend.

Amazon macht iTunes Konkurrenz

Amazon plant fleissig an einem Download-Portal für Musik. Und nachdem Apples iTunes letzten Monat zusammen mit EMI DRM-freie Musikdownloads ankündigte, möchte Amazon dem in nichts nachstehen. Amazon setzt komplett auf das MP3-Format. Alle Stücke werden ohne DRM-Schutz ausgeliefert und werden kompatibel zu allen Musikplayern sein.

Gerade die kompatibilität war bis jetzt ja bei vielen Download-Portalen ein Manko. Einen Haken hat die Ankündigung aber: Das Portal wird zuerst nur in den USA verfügbar sein.

Wie dem auch sei, auch Amazon setzt ein klares Signal für neue Wege im Musikvertrieb ohne DRM. Wer wird der Nächste sein? Werden neue Vertriebsformen für digitale Musik folgen?

(via Spiegel Online)

Adobe kauft Scene7

Adobe baut mit der Übernahme von Scene7 sein Portfolio weiter aus. Scene7 bietet eine Rich Media Plattform die z. B. dynamische Bilder (Zoom, 360-Grad Rotation) zur Verfügung stellt. Zu den Kunden von Scene7 gehören u. a. Amazon und die Otto Gruppe.

(via Mashable)

Mensch ersetzt Computer

Bei Guy Kawasaki bin ich auf einen interessanten Dienst von Amazon aufmerksam geworden: Amazon Mechanical Turk. Das Ziel des Services ist schnell erklärt:

“Amazon came up with the idea for Amazon Mechanical Turk to help solve specific internal data processing problems that required human judgment and intelligence. We quickly realized that we had invented something unique and useful and decided to expose it externally as a web service.”

Je nach Tätigkeit bekommen die Bearbeiter pro erledigter Aufgabe eine Aufwandsentschädigung. Den Service gibt es wohl schon seit November 2005. Mir ist er aber vorher noch nicht aufgefallen.

Otto ist Zweiter hinter Amazon

Otto hat seine Zahlen veröffentlicht. Mit 4 Millarden Euro (+33%) Online-Umsatz war Otto im letzten Jahr weltweit der zweitgrößte Online-Händler hinter Amazon. In Deutschland konnte die Otto Gruppe mit 2,8 Millarden Euro Online-Umsatz die Marktführerschaft vor Amazon halten.

Quelle: Heise

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