Barcamp: Was es sonst noch zu sehen gab

So, nun wollen wir doch mal noch den Abschlussbericht zum Barcamp verfassen.

Was gab es also ansonsten noch für interessante Sessions?

Barcamp Tag 1

Sehr interessant war die Session über Mogulus von Tina, Stefan und Sven. Nicht nur das man den Dreien den Spaß am “Mogulieren” sichtlich anmerkte, es war auch äußerst interessant. Mogulus bietet jedem die Möglichkeit seinen eigenen Internetfernsehkanal zu eröffnen. Das Besondere an Mogulus ist dabei das Regiestudio. Mit diesem können sich mehrere Benutzer die Aufgabe als Regisseur teilen und zwischen ihren Kameras und Video-Quellen herschalten. Die Session hatte schon mal einen hohen Spaßfaktor. Ein schöner Abschluss für den ersten Barcamp-Tag. Mal sehen, ob ich auch mal einen Kanal bei Mogulus eröffne.

Am zweiten Tag war dann eine deutlich geringere Teilnehmerzahl zu verzeichnen, was der Qualität der Sessions aber eher zuträglich war. Die erste Session am zweiten Tag für mich war “Getting Things Done” mit Oliver. Da er diese schon bei mehreren Barcamps gehalten hat, kann man sie wohl als Klassiker unter den Sessions ansehen. Die Session selbst dreht sich um die Prinzipien zur Förderung der eigenen Produktivität, die David Allen in seinem Buch “Getting Things Done” beschreibt. Sehr interessant. Da ich selbst gerade dabei bin, meine Produktivität zu optimieren, habe ich mir das Buch gleich mal bei Amazon bestellt. Ich werde mal berichten, ob es geholfen hat (Zum gleichen Thema kann ich übrigens den Artikel “Einfach fitter für den Job” von Tony Schwartz in deutschen Februar-Ausgabe des Harvard Business Managers empfehlen).

Barcamp Tag 2

Als zweite Session sah ich mir dann “5 wilde Ideen in 45 Minuten” ebenfalls von Oliver Gassner an. Dabei wurden die folgenden Ideen angeschnitten:

  • Distributed Content: Neuartige Möglichkeiten zur Content-Aggregation
  • Bezahlung via Long Tail: Wie kann Geld z.B. für Werbeeinnahmen eines Portals an Hand des Long Tails an die User verteilt werden.
  • Prediction Market: Die Macht der Masse nutzen um Trends vorherzusagen.
  • Web3.0: Im Gegensatz zu Web2.0, wo nur alle mitmachen dürfen, können im Web3.0 alle mitverdienen.
  • Virtual Company: Das Prinzip ist eigentlich nicht ganz neu. Verschiedene Personen finden sich zu einem virtuellen Unternehmen zusammen.

Der Vorstellung der Ideen durch Oliver folgte dann jeweils eine kurze Diskussion. Ebenfalls sehr interessante Session.

Meine dritte und letzte Session am Sonntag war dann zum Thema “Wikipatterns und Enterprise 2.0″ mit Martin Koser. Ein guter Vortrag wie man Wikis in Unternehmen nutzen kann. Ich finde die Idee ein Wiki zu nutzen, um das Wissen im Unternehmen zu verteilen sehr gut. Für die meisten Unternehmen kommt die dadurch gewonnene Offenheit sicherlich einer Revolution gleich. Ich werde weiter daran arbeiten, dass es auch bei uns ein zentrales Unternehmenswiki gibt.

Fazit zum Barcamp: Klasse Veranstaltung. Nächstes Jahr in Jena bin ich bestimmt wieder dabei. Und vielleicht besuche ich ja auch zwischendurch noch das ein oder andere Barcamp in einer anderen Stadt. Einziger Kritikpunkt für dieses Jahr von meiner Seite war das nicht funktionierende WLAN. Aber es muss ja auch ein wenig Raum für Verbesserungen im nächsten Jahr geben.

Barcamp: Widgets

Sven Dietrich von Qype und Mark Hussain von Juicywalls stellten in dieser Session zuerst das Einkaufswidget von Juicywalls vor. Der Nutzer kann mit dem Flash-Widget zunächst seine persönliche Tapete gestalten und diese anschließend kaufen. Ein sehr spannendes Konzept – Commerce Widgets wird man in Zukunft immer häufiger im Internet finden, da sie ein hervorragender Multiplikator sind. Leider trackt Juciy Walls sein Widget noch nicht. Daher konnten auch noch keine Aussagen über den wirtschaftlichen Nutzen des Widgets getroffen werden.

Im weiteren Vorlauf der Session wurden noch einige Online-Tools gezeigt, mit denen User ihre eigenen Widgets aufbauen können:

Barcamp: Preisbock

 

Nächste Session, nächstes Thema: Preisbock. Christian Grötsch (dotSource, Handelskraft, Preisbock Newskraft) berichtete über seine Erfahrungen seit Beginn der Live-Shopping Site Preisbock.

Ein spannender Bericht über den Start eines kleinen Unternehmens. Im Gegensatz zum Original aus den USA (Woot) und einigen anderen deutschen Live-Shopping Seiten hat Preisbock bisher keinen eigenen Einkauf. Alle Produkte werden bisher von anderen Händlern bezogen.

Insbesondere seit Anfang Januar entwickelt sich das Geschäft sehr stark. Innerhalb einer kurzen Abfolge zuerst ein Artikel über Live-Shopping Konzepte auf Spiegel Online erschien und anschließend Preisbock auch noch in den 20Uhr-Nachrichten auf RTL2 erwähnt wurde. Dadurch vervielfachte sich der Traffic auf der Seite in kürzester Zeit und auch der Umsatz stieg auf ein Vielfaches.

Ziel von Preisbock für Zukunft ist es, sich unter den TOP3 Live-Shopping Portalen in Deutschland zu etablieren.

Ich muss mir die Seite nochmal gesondert ansehen und über Details schreiben.

Barcamp: Wissensmanagement

Barcamp Session Nr.2 war für mich gestern zum Thema Wissensmanagement. Eigentlich ist das ein recht interessantes Thema. Ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Arbeit ist die Organisation von Wissen. Mir und ein paar anderen Teilnehmern fehlte bei dieser Session allerdings leider das Ziel.

Zwei Dinge habe ich allerdings mitgenommen:

  • Delicious ist ein gutes Tool zum Sammeln und Organisieren von Bookmarks. Allerdings muss man auch den Einsatz entsprechend professionalisieren. Auch die Nutzung solcher Tools will erlernt werden.
  • Einfach nur Wissen sammeln reicht nicht aus. Als Wissensarbeiter muss man auch sein Wissen ständig repriorisieren.

Barcamp: Recht 2.0

Die erste Session, an der ich teilgenommen habe, befasste sich damit, wie mit rechtlich mit User-generated Content umzugehen ist und wurde geleitet von Carsten Ulbricht.

Es war eine recht lebhafte Session. Hängen geblieben ist bei mir, dass ich, sobald ich als Betreiber eines Webangebots über einen Rechtsbruch durch einen meiner User aufmerksam gemacht werde, handeln muss, und entsprechende Beiträge aus dem Angebot herausnehmen muss. Gleichzeitig muss ich mit Hilfe technisch möglicher und zumutbarer Lösungen unterbinden, dass eine Schädigung erneut auftreten kann. Mache ich dies, bin ich erstmal auf der sicheren Seite.

Carsten hat angekündigt, dass er die Slides veröffentlichen wird. Ich werde dann gleich einen Link setzen.

Barcamp in Jena gestartet

Nach einer netten ersten Party gestern Abend ist jetzt das Barcamp in Jena gestartet. Zuerst gab es ein paar einführende Worte von Lars Zapf. Ich selbst habe dann im Namen von Intershop (das Barcamp findet in Firmenräumen statt) auch ein paar Begrüßungsworte gesprochen.

Barcamp

Anschließend gab es die Planung der Sessions für den ersten Tag, bevor dann die ersten Sessions gestartet wurden.

Barcamp Mitteldeutschland in Jena

Vom 8.2. – 10.2.2008 findet in Jena ein Barcamp statt. Und da Barcamp Jena sich zu klein angehört hätte, hat man es gleich Barcamp Mitteldeutschland getauft.

Barcamp Mitteldeutschland

Die Veranstaltung findet im Intershop Tower statt. Da die Teilnehmerzahl zur Zeit auf 100 begrenzt ist und sich Barcamps normalerweise sehr großer Beliebtheit erfreuen, sollte man sich schnell auf der Seite registrieren. Aktuell haben dies schon 18 Personen getan. Ich vermute, dass spätestens morgen die 100 Plätze vergeben sind.

Update (30.11.2007): Inzwischen sind, wie vermutet, alle 100 Plätze belegt. Aber es gibt ja auch noch eine Warteliste, die gefüllt werden kann.