PayPal wird zur Mainstream-Zahlungsmethode

Bisher wurden die Account-basierten Zahlungssysteme wie PayPal ja überwiegend zum Einkaufen bei Ebay oder in sehr kleinen Online-Shops genutzt. Bei den großen Shops spielten sie mehr oder weniger keine Rolle.

Doch die Wahrnehmung hat sich innerhalb des letzten Jahres stark geändert. Den Weg hierfür hat wohl Google im letzten Jahr bereitet. Man versuchte damals in den USA während des Weihnachtsgeschäftes mit massiven Werbeausgaben Marktanteile für Google Checkout gewinnen. Die Online-Händler sprangen danken auf den Zug auf. Der Anteil von Google ging zwar mit dem kürzen des Werbeetats ebenfalls wieder zurück, aber der Weg für Zahlungsalternativen scheint seitdem einfacher.

PayPal und Google Checkout

PayPal setzte nun in diesem Jahr viel daran, seinen Service zu professionalisieren und große Händler anzugehen, was auch glückte. In den USA bieten zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft gleich mehrere große Anbieter die Möglichkeit via PayPal zu bezahlen und kombinieren dies mit verschiedenen Werbeaktionen. Bei Blue Nile, ein Online-Juwelier, wird schon jetzt mehr über PayPal bezahlt, als ursprünglich erwartet.

In Deutschland sind die großen Händler zwar noch ein wenig zurückhaltender, aber ich denke sie werden im nächsten Jahr ebenfalls folgen. Ein wesentlicher Antrieb in den USA wie in Deutschland dürfte die Möglichkeit sein, Einsparungen gegenüber der herkömmlichen Kreditkartenzahlung erzielen zu können.

Gleichzeitig sind die Zahlungsanbieter dabei, ihre Möglichkeiten zu erweitern. So ist man bei PayPal dabei zusammen mit Mastercard eine Möglichkeit zu schaffen, mit der PayPal-Kunden in jedem Online-Shop bezahlen können, in dem Mastercard akzeptiert wird. Auch wenn dafür eine extra Software installiert werden muss, hört sich das sehr interessant an.

Der Markt der Zahlungsanbieter ist stark in Bewegung und es werden sich für Händler hier noch einige Möglichkeiten eröffnen.

Quelle: New York Times, E-Commerce Report, “Retailers Explore New Ways of Being Paid”, 19.11.2007

174.800.000.000 Dollar

Google hat durch die aktuellen Rekord-Aktienkurse einen Wert von 174,8 Milliarden US-Dollar erreicht und liegt damit ein ganzes Stück vor Unternehmen wie Intel (151,1 Mrd. US-Dollar), IBM (158,9 Mrd. US-Dollar) und HP (130,7 Mrd. US-Dollar). Nur noch ein IT-Unternehmen ist mehr Wert: Microsoft.

Wer hätte das vor 3 Jahren beim Börsenstart von Google gedacht. Google ist vermutlich das einzige Unternehmen, dass mit so wenig erfolgreichen Produkten einen solchen Börsenwert vorweisen kann.

Zukunftsvision: Epic – Evolving Personalized Information Construct

Nachdem ich ja gestern bereits eine mögliche Zukunftsvision als Video gepostet habe, viel mir sofort eine andere ein: Google Epic.

Deutsche Bearbeitung von Aperto, Original von Robin Sloan und Matt Thompson

Creative Commons Lizenz

Das Video ist nicht mehr ganz neu und die ersten Prophezeiungen sind so nicht eingetreten. Aber das gehört dazu, wenn man eine Vision entwickelt. Das Video von Robert Sloan und Matt Thompson verliert dadurch nicht an Brisanz.

Zukunftsvision: Prometeus, die Medien-Revolution

Bei Techcrunch bin ich auf ein interessantes Video gestoßen. Es beschreibt die Entwicklung der Medienlandschaft und des Internets und gibt einen Ausblick auf die nächsten vierzig Jahre. Thematisiert werden in dem Video u.a. Google, Yahoo, Amazon, diverse Medienunternehmen, Second Life, Prosumer usw.. Aber seht selbst …

Google kooperiert mit Salesforce.com

Zur Abwechselung übernimmt Google diesmal kein Unternehmen, sondern kooperiert mit Salesforce.com. Durch die Zusammenarbeit mit dem ASP-Anbieter im Bereich CRM-Systeme, strebt Google eine stärkere Position im B2B-Geschäft an.

Im Rahmen der Kooperation will man Google Adwords in eine neue Salesforce-Anwendung namens “Group Edition” integrieren. Kleine Unternehmen mit bis zu 200 Mitarbeitern sollen dann direkt aus der Salesforce-Anwendung heraus Adwords buchen und den Erfolg der Kampagne tracken können.

Was Techcrunch über die Kooperation schreibt, hört sich schon fast so an, als ob es in Richtung Web Analytics geht:

Group Edition will enable Adwords users to track Adsense referrals to their site and build up a customer profile based on a the data a user enters into a site and their navigation path.

Hört sich nach einem sehr interessanten Mashup an. Mal sehen, was daraus wird.

Google kauft Feedburner

Am Samstag hat Google offiziell bestätigt, was online schon länger ein offenes Gerücht war: Google hat Feedburner für 100 Mio. Dollar gekauft.

Feedburner-Logo

Wenn dieser Service soviel Wert ist, dachte ich mir, will ich ihn auch nutzen: Daher gehe ich auf Entdeckungstour und habe dafür den RSS-Feed zu meinem Blog auf Feedburner umgestellt. Neben dem Google Reader, Google Analytics und den Google Webmaster Tools also ein weiterer Service aus dem Hause Google, den ich nutzen werde.

Die allgegenwärtige Personalisierung im Netz

Personalisierung ist ein spannendes Thema. Google hat gerade angekündigt, dass man seine Dienste noch mehr auf den Nutzer anpassen möchte.

Laut Googles CEO Eric Schmidt (Heise) sei das Ziel,

dass man den Benutzern eines Tages sagen könne, welchen Job sie nehmen und was sie morgen machen sollen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss man natürlich eine Menge mehr Daten über das Nutzerverhalten sammeln.

Auch Microsoft kündigte in Sachen Personalisierung der Internetdienste ähnliche Visionen an. Zur Zeit entwickelt man dort an einem Programm, das nur auf Grund von Sucheingaben und besuchten Seiten auf Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Beschäftigung und Hochschulabschluss des Nutzers schließen kann.

Die Suchmaschinen arbeiten also massiv daran, ihre Benutzer besser kennenzulernen. Auch im E-Commerce spielt die Personalisierung eine immer größere Rolle. Möglichkeiten auf Shop-Seiten zu personalisieren, gibt es zahlreiche. Vorreiter ist sicherlich Amazon. Der Shop erkennt seine Besucher, kennt die Produkte, die sich die Besucher angesehen haben, weiss, was sie eingekauft haben und empfiehlt ihnen darauf basierend an zahlreichen Stellen passende Produkte. Die ersten Empfehlungen gibt es z.B. gleich auf der Startseite: “Neu für Sie” oder auch “Unsere Empfehlungen für Sie”.

Und auch andere Online-Shops eifern zur Zeit dem Vorbild Amazon hinterher. Der Grund ist ganz einfach: Die Personalisierung steigert die Auffindbarkeit von Produkten (eines der wichtigsten Long Tail-Prinzipien) und führt letztendlich zu besseren Konversionsraten.

Die Kehrseite der Personalisierung ist eine massive Datensammlung über das Nutzerverhalten. Jede Bewegung eines Nutzers auf einer Webseite wird analysiert um daraus neue Ableitungen zu gewinnen. Orwell, ich hör dir trapsen! Allerdings scheinen es die Benutzer entweder aus Unwissenheit oder auf Grund des dazugewonnen Komforts gar nicht als problematisch zu empfinden.

Ich finde das Thema zumindest sehr spannend.

Konsolidierung der Werbenetzwerke

Nachdem ich im April schon über den Kauf von Doubleclick durch Google geschrieben habe, sind inzwischen noch ein paar Deals hinzugekommen, die für eine weitere Konsolidierung unter den Online-Werbenetzwerken sorgen. Hier nur zwei der Transaktionen:

  • Im April kaufte Yahoo RightMedia für 680 Millonen US-Dollar.
  • Letzte Woche übernahm Microsoft aQuantitive für 6 Milliarden US-Dollar.

Auf Mashable gibt es eine sehr schöne Übersicht, wie in der Online-Werbung Milliarden für Akquisition ausgegeben werden.

Insbesondere die drei großen Suchmaschinenbetreiber in den USA (Google, Microsoft, Yahoo) erweitern also ihr Portfolio durch Zukäufe und konzentrieren den Online-Werbemarkt damit immer stärker auf sich.

Google Analytics im neuen Design (Update)

Heute wurde mein Account umgestellt auf die neue Version. Es macht wirklich was her. Von den diversen Web Analytics Tools, die ich bisher gesehen habe macht es ganz gut was her.

An die abgeänderte Bedienung muss ich mich allerdings noch gewöhnen.

Bei Mashable kann man im Detail nachlesen, was sich bei Google Analytics geändert hat.

Google Analytics im neuen Design

Gestern habe ich ja zum Thema Web Analytics schon kurz über Reinvigorate geschrieben. Passend dazu entdeckte ich auf public.beta heute die Meldung, dass Google Analytics eine neue Version herausbringt.

Neues Google Analytics Dashboard

Neben einem schicken neuen Design gibt es auch neue Funktionalitäten:

  • Reports exportieren: Reports können in Zukunft auch als PDF exportiert werden
  • Reports per Email: Reports können angepasst und sofort oder zeitgesteuert per Email verschickt werden
  • Personalisierte Dashboards: Dashboards können selbst konfiguriert und zusammengestellt werden
  • Verschiedene neue Graphen: In den neuen Graphen können z.B. verschiedene Zeitabschnitte miteinander verglichen werden
  • Kontexthilfe: Die Kontexthilfe wurde erweitert.

Die Accounts sollen wohl schrittweise auf die neue Version des Web-Controlling-Tools umgestellt werden. Wer schonmal einen Blick auf die das neue Tool werfen möchte, kann dies in einer animierten Tour machen.

Ich bin gespannt die neuen Features selbst auszuprobieren.

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