Angst vor dem Google-Monopol

Nachdem Google am Freitag die Übernahme von DoubleClick verkündet hat, formiert sich jetzt, wie Heise meldet, eine Koalition aus Unternehmen, die vor einer wettbewerbseinschränkenden Position von Google im Online-Werbemarkt. Dem entsprechend möchte man versuchen die US-Kartellbehörden zu einer harten Prüfung der Übernahme zu bewegen.

Interessant ist allerdings, dass sich zuerst Microsoft und AT&T zu Wort gemeldet haben. Beide dürften mit Monopolstellungen ja die eine (Microsoft) oder andere (AT&T) Erfahrung gesammelt haben. Sie wissen also aus der eigenen Vergangenheit, wie es ist eine Monopolstellung einzunehmen und auszunutzen. Ist es Neid? Oder doch eine ernstgemeinte Warnung?

Vielleicht sollte man aber lieber mehr Energie in den Aufbau einer eigenen Konkurrenz verwenden. Der Online-Werbemarkt dürfte groß genug sein und er ist stark am wachsen.

Google kauft DoubleClick

Am Freitagabend verkündete Google den Kauf von DoubleClick und setzt sich damit gegen die Mitbieter Microsoft und Yahoo durch. Google dürfte damit seine Position im Online-Werbemarkt nachträglich festigen. 3,1 Millarden US-Dollar in bar zahlt Google an den Vorbesitzer, einen Finanzinvestor, der damit innerhalb von 1,5 Jahren 2 Millarden US-Dollar Profit aus seinem Investment zieht.

Der Business-Benefit für Google sollte sich bei dieser Übernahme im Gegenzug zur Youtube-Übernahme wesentlich klarer gestalten. DoubleClick ist eine gestandene Größe im Online-Anzeigenmarkt. Google weitet also sein bestehendes Geschäft aus bzw. übernimmt einen Konkurrenten im Markt.

Mehr zum Theme gibt es bei Spiegel Online (“Google kauft Anzeigenriesen für 3,1 Millarden US-Dollar“) und Heise (“Google kauft Onlinewerber DoubleClick für 3,1 Millarden US-Dollar“).

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