Open Source Shopsysteme
TechDivision hat sich die Mühe gemacht und einen umfangreichen Überblick über verschiedene Open Source Shopsysteme erstellt.
TechDivision hat sich die Mühe gemacht und einen umfangreichen Überblick über verschiedene Open Source Shopsysteme erstellt.
Auf der US-Seite von Amazon gibt es ja schon seit geraumer Zeit ein neues Design. Auf der deutschen Seite scheint man jetzt schon seit längerer Zeit einen großen A/B-Test durchzuführen. Einem Teil der Besucher wird dabei die neue Version gezeigt, dem Rest die alte.
Ich habe heute mal wieder die neue Version zu Gesicht bekommen und muss sagen, dass sie mir sehr gut gefällt.

Dann wollen wir mal Runde 2 in meiner Gap.com-Reihe beginnen. Das Feature diesmal: Die Möglichkeit zusammengestellte Looks zu kaufen.
Neben normalen Cross-Selling (z.B. “Produkte, die Sie auch interessieren könnten”) gibt es in Modeshops noch eine andere Variante dem Kunden weitere Produkte nahezulegen: Der Look bzw. das Outfit. Hierunter versteht man eine von den Redakteuren erstellte Zusammenstellung aus verschiedenen, zueinander passenden Kleidungsstücken.

Gap.com nutzt dieses Feature für einen Teil seiner Kollektion. Kommt der Benutzer auf eine Produktdetailseite, wird er unter dem angezeigten Produkt auf den Look hingewiesen.

Legt der Benutzer einen Artikel aus dem Look in seinen Warenkorb, öffnet sich unter dem Mini-Warenkorb noch ein Hinweis, ob man nicht noch das Outfit komplettieren möchte.

Folgt man widerum diesem Hinweis, gelangt man auf eine Seite, die einem den kompletten Look zeigt. Aus den Produkten kann man dann bequem weitere Kleidungsstücke auswählen und in den Warenkorb legen.
Die Funktionen sind wirklich gut durchdacht, helfen dem Benutzer beim stöbern und liefern zusätzliche Kaufanreize. Technologisch zeigt Gap.com an dieser Stelle mal wieder, wie man AJAX im Webshop sinnvoll einsetzt.
Und es gibt natürlich noch mehr interessante Dinge auf Gap.com zu entdecken. Fortsetzung folgt …
Hier also die erste Funktion von Gap.com: Der animierte Mini-Warenkorb.

Jeder bessere Online-Shop bietet dem Benutzer heute eigentlich die Möglichkeit auf nahe zu jeder Seite zu sehen, dass man noch etwas in seinem Warenkorb liegen hat. Was Gap.com hier auszeichnet, ist die Animation, wenn man etwas in den Warenkorb legt. Viele herkömmliche Shops springen, sobald der Benutzer etwas seinem Warekorb hinzufügt, auf die Warenkorbseite. Der Benutzer findet sich nach diesem Sprung in einem vollkommen anderen Kontext wieder. Was ist, wenn er gerade noch eines der Cross-Selling Produkte ansehen wollte.

Gap.com springt nicht in den Warenkorb. Fügt man hier ein Produkt zum Warenkorb hinzu, öffnet sich der Mini-Warenkorb (quasi die Einkaufstasche) und das Produkt landet darin. Der Benutzer bleibt auf der gleichen Seite und es bleibt ihm selbst überlassen, wie er anschließend weiter navigiert.
Bisher habe ich Gap.com erst einmal zum Thema “Ajax im Online-Shop” erwähnt.
Dabei weist der Online-Shop von Gap gleich zahlreiche innovative Funktionen auf. Ich werde in den nächsten Tagen mal einige dieser Funktionen beleuchten.
In Großbritannien haben BazaarVoice und JupiterResearch (via eMarketer) eine aktuelle Studie herausgegeben, welche Features britische Online Shopper als wichtig erachten.
Oben auf der Liste stehen Produktbewertungen und Rezensionen. Wobei bei eMarketer angemerkt wird, dass das Kundenvertrauen hier nur am höchsten war, wenn auch negative Rezensionen im Shop gezeigt werden.
Auf den Plätzen folgen Produktvergleiche, Produktbilder und die Suche.

Auch wenn die Studie von BazaarVoice mitfinanziert wurde, die ja von Produktbewertungen und Rezensionen leben, hat sie doch ihre Aussagekraft. Produktbewertungen und Rezensionen sind wohl das “Web2.0″-Feature, was sich am meisten im Bereich E-Commerce durchgesetzt hat, was nicht zu letzt daran liegt, dass Benutzer anderen Benutzern mehr Vertrauen entgegen bringen, als Verkäufern und Herstellern (siehe auch Edelman Trust Barometer 2008).
Produktvergleiche hätte ich nicht so weit oben auf der Liste erwartet. Aber je nach Produkt sind sie durchaus sehr hilfreich für die Besucher von Online-Shops – Consumer Elektronik ist z. B. eine solche Produktkategorie.
Gute Produktbilder gehören natürlich zum A und O eines jeden Shops. Da Benutzer schon auf das Anfassen der Ware verzichten müssen, wollen sie sich über gute Bilder einen möglichst umfangreichen Eindruck der Produkte verschaffen. Das fördert das Einkaufserlebnis.
Eine Suche, die gute Ergebnisse liefert, ist natürlich auch unverzichtbar – insbesondere für Benutzer, die schon wissen, welches Produkt sie sich ansehen wollen.
In einer aktuellen Studie wurde gerade wieder betont, dass nur wenige Nutzer einfach nur zum Bummeln einen Online-Shop besuchen. Viel mehr möchte ein Großteil der Nutzer “schnell und mit Sicherheit die richtigen Produkte finden“. Ein zentrales Instrument um diesen Wunsch zu unterstützen ist natürlich die Suche.
Eigentlich alle Suchlösungen versuchen mit Hilfe mehr oder weniger guter Algorithmen Ähnlichkeiten zwischen den gesuchten Wörtern und denen im Index zu berechnen. Dabei gibt es Zusammenhänge, die auch der beste Algorithmus nicht von selbst kennen kann. Ein Beispiel hierfür wäre der Zusammenhang zwischen “Notebook” und “Laptop”. Eigentlich in jedem Shop gibt es einige solcher Kombinationen. Daher besitzen die meisten aktuellen Suchlösungen die Möglichkeit, einen Thesaurus (bzw. Synonyme) zu pflegen.
Für den Nutzer ist diese Funktionalität durchaus nützlich. Sucht er in einem Shop nach “Monitor” bekommt er auch alle “TFT Display” angzeigt. Das Wichtigste ist, dass der Nutzer passende Produkte findet, die er dann anschließend mit Hilfe der Attribute filtern kann.
Von der Usability würde ich es als sinnvoll erachten, wenn der User mitgeteilt bekommt, dass auch nach einem anderen Begriff gesucht wurde. Mir ist gerade ein Beispiel aufgefallen, bei dem dies nicht der Fall ist: Ebay.

Dort habe ich gerade nach einem Sofa gesehen und zwar vom Hersteller “Rolf Benz”. Also habe ich in der Suche “Benz” eingegeben. Im Suchergebnis sehe ich das allerdings nicht mehr. Selbiges ist groß mit “mercedes auf ebay” überschrieben. Von “Benz” keine Spur. Nach dem Aufklappen weiterer Kategorien findet man dann auch Möbel, bei denen auch die Ergebnisse mit “Benz” enthalten sind. Aber von der Usability wäre es sicherlich besser, wenn oben nicht “mercedes auf ebay” sondern “benz auf ebay” gestanden hätte. Wenn ich auf der Ergebnisseite keinen Hinweis mehr auf mein gesuchtes Wort finde, dann passt da etwas nicht.
Bisher wurden die Account-basierten Zahlungssysteme wie PayPal ja überwiegend zum Einkaufen bei Ebay oder in sehr kleinen Online-Shops genutzt. Bei den großen Shops spielten sie mehr oder weniger keine Rolle.
Doch die Wahrnehmung hat sich innerhalb des letzten Jahres stark geändert. Den Weg hierfür hat wohl Google im letzten Jahr bereitet. Man versuchte damals in den USA während des Weihnachtsgeschäftes mit massiven Werbeausgaben Marktanteile für Google Checkout gewinnen. Die Online-Händler sprangen danken auf den Zug auf. Der Anteil von Google ging zwar mit dem kürzen des Werbeetats ebenfalls wieder zurück, aber der Weg für Zahlungsalternativen scheint seitdem einfacher.

PayPal setzte nun in diesem Jahr viel daran, seinen Service zu professionalisieren und große Händler anzugehen, was auch glückte. In den USA bieten zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft gleich mehrere große Anbieter die Möglichkeit via PayPal zu bezahlen und kombinieren dies mit verschiedenen Werbeaktionen. Bei Blue Nile, ein Online-Juwelier, wird schon jetzt mehr über PayPal bezahlt, als ursprünglich erwartet.
In Deutschland sind die großen Händler zwar noch ein wenig zurückhaltender, aber ich denke sie werden im nächsten Jahr ebenfalls folgen. Ein wesentlicher Antrieb in den USA wie in Deutschland dürfte die Möglichkeit sein, Einsparungen gegenüber der herkömmlichen Kreditkartenzahlung erzielen zu können.
Gleichzeitig sind die Zahlungsanbieter dabei, ihre Möglichkeiten zu erweitern. So ist man bei PayPal dabei zusammen mit Mastercard eine Möglichkeit zu schaffen, mit der PayPal-Kunden in jedem Online-Shop bezahlen können, in dem Mastercard akzeptiert wird. Auch wenn dafür eine extra Software installiert werden muss, hört sich das sehr interessant an.
Der Markt der Zahlungsanbieter ist stark in Bewegung und es werden sich für Händler hier noch einige Möglichkeiten eröffnen.
Quelle: New York Times, E-Commerce Report, “Retailers Explore New Ways of Being Paid”, 19.11.2007
Ja, es gibt sie. Laut einer Veröffentlichung von TNS Infratest kaufen Frauen im Internet häufiger Kleidung, Kosmetikartikel, Schmuck und Schuhe, während Männer sich mehr für Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, elektrische Haushaltsgeräte, Heimwerkerbedarf und Computer-Software interessieren.
Generell am häufigsten werden immer noch Bücher, Musik-CDs, Bekleidung und Eintrittskarten im Internet gekauft. Ebenfalls nicht verwunderlich ist, dass bei einigen Produktgruppen das Internet den stationären Handel nahezu ersetzt. So werden Flug- und Bahntickets sowie PC-Software überwiegend nur noch über das Internet bezogen. Ebenfalls einen großen Anteil hat das Online-Shopping bei DVDs, Büchern, CDs und Eintrittskarten. Den Gegenpol hierzu bilden Produkte, bei denen sich die Käufer gerne einen persönlichen Eindruck verschaffen. Dazu gehören u.a. Möbel, Bekleidung, Schuhe und wenig verwunderlich der Deutschen liebstes Kind – das Auto.
Die altersmäßige Verteilung zwischen den Online-Käufern zeigt, dass alle Altersgruppen gut vertreten sind. Die meisten Online-Käufer liegen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren. Während jüngere Online-Shopper gerne Computer- und Videospiele kaufen, mögen ältere lieber Heimwerkerbedarf.
Um es mit den Worten eines Sängers zu halten: “Und der Mensch bleibt Mensch” auch mit Internet und Online-Shopping.
via Heise
Auf dem Versandhandelskongress wurde gestern Abend der Preis für den Onlineshop des Jahres vergeben. Der Gewinner in der Kategorie B2C ist fahrrad.de. Begründet wird dieser Preis mit der sehr guten Präsentation des erklärungsbedürftigen Produktes Fahrrad im Shop und der gelungenen Integration mit verschiedensten Community-Funktionalitäten (Foren, Blogs, Videos).
Im Bereich B2B wurde der Online-Shop ratioform.de ausgezeichnet. Der Jury gefiel hier die persönliche Ansprache der Kunden und die im B2B-Geschäft noch selten genutzten Aktivierungsmaßnahmen, wie z.B. ein Bonuspunkteprogramm.
Ein Innovationspreis der Jury ging an den Shop von Sqoops. Hier wurden insbesondere die Navigation (Navigationswolke), die Optik und die Web2.0-Funktionalität herausgehoben.
MyBy ist gerade zwei Wochen online, da kommt die erste Hiobsbotschaft von der Konkurrenz: Mediaonline, der Online-Shop der Media-Saturn Gruppe schließt seine Pforten. Das ganze steht zwar sicherlich nicht im direkten Zusammenhang, der Zeitpunkt ist aber interessant und das kurz vor dem Weihnachtsgeschäft.
In der Erklärung von Media-Saturn heißt es, dass die Online-Aktivitäten der Unternehmensgruppe auf mediamarkt.de überführt werden. Diese ist aber weiterhin mehr als Informationsseite für die Filialen anzusehen. Eine Shopping-Funktion gibt es dort nicht (zumindest noch nicht). Angekündigt ist zumindest, dass man Synergieeffekte durch eine stärkere Verzahnung von E-Commerce und Offline-Handel erzielen möchte. Dazu gehört meines Erachtens mehr als der aktuelle Auftritt.
Mal sehen, was die Zukunft so bringt. Vielleicht überrascht Mediamarkt ja mit einem attraktiven Multi-Channel-Konzept.
MyBy kann sich zumindest auf seinen Hauptkonkurrenten konzentrieren, der sicher nicht so einfach die Segel streichen wird: Amazon.
Der BGH hat am Donnerstag entschieden, dass Verbraucher in Online-Shops deutlich auf anfallende Versandkosten und Umsatzsteuer hingewiesen werden müssen. Dies muss nicht direkt auf der Produktseite geschehen. Es reicht, wenn der Nutzer die Informationen auf einer eindeutig gekennzeichneten Seite vor Beginn des Bestellprozesses einsehen kann.
Gefordert ist also, wie auch Verbraucherschützer anmerken, vor allem Klarheit und Transparenz bei der Preisauszeichnung. Für jede, der E-Commerce gewissenhaft betreibt, sollte dies eine der Grundregeln sein.
Daher kam bei mir spontan die Frage nach einer Art Ehrencodex für Online-Shops auf, unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Die Transparenz bei der Preisauszeichnung würde da sicherlich weit oben aufgelistet. Aber auch ein schnell antwortender Kundenservice usw..
Was müssten sonst noch Eckpunkte eines Ehrencodex für Online-Händler sein?
Ein Schritt in diese Richtung machen ja sicherlich die diversen Internet-Gütesiegel.
Welches Gütesiegel kommt vielleicht einem unabhängigen Ehrencodex am nächsten?