Otto putzt sich für das Weihnachtsgeschäft heraus

Otto hat zum 1. Oktober seinem Shop einen Facelift verpasst und startet damit im neuen Design in das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Herausgekommen ist ein gut anzusehender Shop mit ein paar interessanten Highlights.

Otto Facelift

Neue Layer-Navigation

Direkt auf der Startseite fällt einem die neue Navigation auf. Fährt man über eine der Kategorien, legt sich ein Layer über den Rest der Navigation und bietet verschiedene Unterpunkte an. Farblich ist dieser Layer zumindest für die Hauptkategorien jeweils mit einer eigenen Farbe versehen. Diese Farbe wird dann auch im weiteren Verlauf in den Seiten der Unterkategorien genutzt, so dass der Nutzer schon an der Farbgebung erkennen kann, in welchem Bereich er sich befindet. Die Bedienung der Layer-Navigation geht im Gegensatz zu manch anderem Beispiel sehr gut von der Hand.

Otto Layer Navigation

Einzige Mankos aus meiner Sicht:

  • In manchen Kategorien (z.B. Technik) gibt es zu viele Unterpunkte, so dass das ganze schon wieder unübersichtlich wird.
  • Auf den Layern würde ich mir noch einen Button zum Schließen wünschen, z.B. ein schwarzes X oder ähnliches. Das ist zwar nicht unbedingt nötig, weil sich die Layer auch beim Verlassen schließen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es für manche User hilfreich wäre.

Gut umgesetzte Produktempfehlungen

Auf den Produktdetailseiten findet man jetzt auch bei Otto Empfehlungen alla “Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, haben auch …”. Dies hat man auf der neuen Otto-Seite mit Hilfe von AJAX gut umgesetzt, so dass sich der Benutzer dort durch die entsprechenden Produkte bewegen kann.

Otto Empfehlungen

Otto versucht ja, wie auch andere große Versandhändler, Amazon in Deutschland etwas entgegen zu setzen. Zumindest beim Design ist es Otto meiner Meinung nach mit dem Facelift gelungen an einem Großteil der Konkurrenz inklusive Amazon vorbeizuziehen. Aber Amazon arbeitet bereits an der nächsten Runde.

The Long Tail @ Otto

Auch in Sachen Long Tail möchte man bei Otto Amazon anscheinend mehr Konkurrenz machen. Hierzu hat Otto rund 2,5 Millionen Artikel (Bücher, CDs, DVDs Hörbücher usw.) von Libri.de mit in sein Sortiment aufgenommen und baut damit seine One-Stop-Shopping-Plattform weiter aus.

Weihnachten kann also kommen!

MyBy

MyBy der neue Elektronikshop von Arcandor (aka KarstadtQuelle) und Springer ist heute gestartet. Schon im Voraus wurde ja vielfach darüber gesprochen.

Nachdem der Shop jetzt öffentlich zugängig ist, scheint sich zumindest in der E-Commerce Community ein wenig Ernüchterung breit zu machen. Bei Handelskraft vermisst man Social-Shopping-Elemente und fordert die Macher dazu auf, dass man die User mehr einbinden sollte. Bei Exciting Commerce ist man da wohl mit geringeren Erwartungen heran gegangen und notiert, dass ein “Joint-Venture wie MyBy, dass auf die Marketingpower von Bild & Co. baut”, sich über wirklich innovative Features keine Gedanken machen muss. Als mahnendes Beispiel, dass das allein nicht unbedingt reichen muss, führt man Electronicscout24 auf.

Ich denke, dass man bei MyBy für den doch relativ kurzen Zeitraum einiges auf die Beine gestellt hat. Man sieht in diesem Fall ja nur den Shop. Die ganzen Prozesse hinten dran, vom Personal über den Einkauf bis zur Logistik sieht man nicht, kenne ich auch nicht. Aber wenn man im gleichen Tempo weiter arbeiten sollte, dann kann sich so manch einer warm anziehen, denn mit der richtigen medialen Unterstützung aus dem Hause Springer, hat man schlagartig eine ziemlich große Reichweite. Jetzt heißt es die Bekanntheit steigern.

Zumindest im Internet könnte das schnell in Richtung Top10 in Deutschland gehen, zumal z.B. die großen Konkurrenzmarken von MediaSaturn hier noch immer relativ schwach präsent sind, nicht zu letzt, weil man einen Channel-Konflikt verhindern möchte. Saturn verkauft immer noch nicht im Internet. Mediamarkt verkauft nur über die Marke Mediaonline im Netz, wobei dieser Zusammenhang mit dem aktuellen Design der Seite, nicht mal mehr sichtbar ist.

Schauen wir also, was die Zukunft bringt.

US-Studie über SEO bei Online-Händlern

Die Suchmaschienenmarketing Agentur Oneupweb aus den USA hat eine Studie herausgegeben, die das Thema Suchmaschinenoptimierung bei den TOP100 Online-Händlern in den USA untersucht. Dabei kommt man zu dem Schluss, dass die Händler weiterhin viel Potenzial auf der Straße liegen lassen:

There’s still Money on the Table

Untersucht hat man in der Studie vor allem die Nutzung von Keywords, Titeln, Meta Tags, die Architektur der Seite und weitere Punkte, die die Indizierbarkeit von Seiten beeinflussen. Ebenfalls betrachtet wurde der Einfluss von externen Links.

Als besonders gute Beispiele für die Suchmaschinenoptimierung wurden Amazon.com, Apple und Zappos.com hervorgehoben (mit ausführlicher Beschreibung).

27% der TOP100 Händler in den USA weisen im Gegensatz dazu gar keine Suchmaschinenoptimierung auf. Darunter sind immerhin so namenhafte Beispiele wie Nike, Buy.com und Barnes & Noble zu finden.

Insgesamt ein sehr interessantes Paper. Aus meiner Sicht zu kritisieren ist die starke Betonung der Meta Tags, Keywords und Titel. Diese sind meines Erachtens nur ein Baustein einer SEO-Strategie. Man sollte sie zwar nutzen, bis auf den Titel sind aber andere Dinge wichtiger. Die externe Verlinkung wird ja ebenfalls in der Studie angesprochen. Ebenfalls sehr wichtig ist die gezielte Anpassung der Inhalte auf der Seite und natürlich die URLs der Seiten.

(via Marketing Pilgrim)

Online einkaufen bei H&M jetzt auch in Deutschland


In Skandinavien kann man bei H&M schon seit einer ganzen Weile Mode online einkaufen. Seit Neuestem gibt es nun auch einen H&M Online-Shop in Deutschland.

Die Aufmachung des Shops ist gut gelungen. Man setzt sich eindeutig von vielen anderen Shops ab. Statt z.B. einfach nur ein paar T-Shirts zu zeigen, bekommt man zu jedem Artikel immer einen kompletten Look zu sehen (T-Shirt, Blazer, Hose, Gürtel), was dem Kunden die Auswahl erleichtert.

H&M Wunschliste

Sehr gut finde ich die Wunschliste, die zur Zielgruppe von H&M passt. Der Besucher kann seine persönliche Wunschliste zusammenstellen, seine TOP5 Artikel darauf markieren und die Liste dann an Bekannte, Verwandte, Freund, Freundin schicken. Um das ganze noch ein wenig zu individualisieren kann man sich für die Wunschliste auch noch zwischen zwei verschiedenen Stilen entscheiden.

Weitere Eindrücke zum neuen H&M Shop gibt es bei Thorsten Boersma.


Hagebau und Otto eröffnen Online-Baumarkt

Nachdem sich vor nicht all zu langer Zeit die Baumarktkette Max Bahr ihren Online-Shop geschlossen hat, gibt es heute positives aus diesem Bereich zu melden: Heute ist Hagebau zusammen mit Otto im Internet gestartet. Mit der Ankündigung im April, dass man “die Pole-Position im deutschen Do-it-yourself-Distanzhandel künftig gemeinsam ausbauen wolle”, hat man natürlich einige Erwartungen geweckt. Mit dem heutigen Livegang ist es also an der Zeit sich den Shop ein wenig anzusehen.

Hagebau

Das Design hinterlässt erstmal einen positiven Eindruck. Man erkennt gleich, dass man sich auf der Hagebau-Seite befindet. Keine Revolution, aber solide Hausmannskost. Die Innovation findet sich in diesem Shop eher in vielen kleinen, durchdachten Funktionalitäten:

  • Produkte lassen sich durch Nutzer bewerten.
  • Nutzer können Merkzettel anlegen.
  • Zahlreiche Dialoge werden mit Hilfe von AJAX vereinfacht. Möchte man sich z.B. im Shop anmelden, legt sich ein kleines Overlay-Fenster über die Seite, in dem man sich anmeldet. Der Vorteil ist, dass man die aktuelle Seite nicht verlassen muss.

Hagebau

  • Ebenfalls als Overlay-Fenster werden vergrößerte Bildansichten und Zoomansichten dargestellt. Für die Zoom-Funktion selbst wird Flash genutzt.
  • Auf den Produktdetailseiten kann der Besucher zwischen verschiedenen Karteireitern (Details, Bewertungen, Lieferinformationen, Ratenrechner) hin und her schalten. Auch hier kommt JavaScript zum Einsatz.
  • Einer meiner Favoriten ist der Standortfinder für Filialen. Dieser wurde mit Hilfe von Google Maps realisiert und in die Seite integriert.
  • und viele weitere …

Mit diesen Funktionen setzt Hagebau neue Maßstäbe im Bereich der großen Online-Shops. Und im Bereich der Baumärkte ist man im Moment (Obi und Praktiker haben ja keinen Shop) quasi konkurrenzlos. So wird man die Pole-Position wohl tatsächlich ausbauen.

Gründe für Abbrüche im Bestellprozess

Die laut Marketing Sherpa häufigsten Gründe für verlassene Warenkörbe sind:

  1. Versteckte Gebühren während des Bestellprozesses.
  2. Registrierungspflicht im Bestellprozess.
  3. Der Kunde wollte nur vergleichen.
  4. Die Versandkosten waren zu hoch.
  5. Der Kunde hatte keine Zeit um den Bestellprozess abzuschließen.

Insgesamt werden im Durchschnitt 60% aller Warenkörbe verlassen – 12% vor dem Checkout, der Rest während des Checkouts. Geht man von dieser Zahl aus, gibt es in den meisten Online-Shops ein enormes Potenzial für Umsatzsteigerungen.

Mehr zum Thema verlassene Warenkörbe gibt es bei e-consultancy.

(via Marketing Pilgrim)

Textilshop mit Social Shopping Element von Otto

In Großbritannien hat Otto einen neuen Textilshop unter der Marke “Oli” eröffnet. Das Highlight des Shops ist das mit Ajax Flash realisierte “Oli Look Book”. Auf jeder Seite gibt es die Möglichkeit Kleidung zum Oli Look Book hinzuzufügen. Im Oli Look Book können dann die verschiedenen Kleidungsstücke zu Outfits kombiniert werden. Die Outfits können dann komplett gekauft oder aber an Freunde verschickt werden.

Oli Look Book

Auch der Rest des Shops macht einen sehr guten Eindruck.

Mehr zum Thema:
InternetRetailing.net: Otto steps onto social shopping path

User generated Content bringt einen Anstieg der Verkaufszahlen um 26%

Das amerikanische Unternehmen NetShops hat in einer Studie die Verkaufszahlen für eine Gruppe von 546 Produkten vor und nach der Einführung von Kundenrezensionen / Produktempfehlungen ermittelt. Als Ergebnis konnte NetShops eine Erhöhung der Verkaufszahlen für Produkte um durchschnittlich 26% feststellen. Die Einführung der User-generated Content Funktionen hatte sich so, innerhalb kürzester Zeit rentiert.

Ein gutes Beispiel, dass sich Web2.0-Funktionalitäten in Online-Shops auszahlen.

NetShops verkauft eine große Anzahl von Produkten über verschiedene Nischenseiten.

(via Marketing Pilgrim)

Spreadshirt bereitet den Relaunch seiner Seite vor

Spreadshirt ist dabei seine Webseite neu zu gestalten. Ziele, die man sich gesetzt hat, sind u.a.:

  • Eine intuitivere Navigation,
  • eine einfachere Verwaltung für die Shops,
  • mehr Produkte und
  • ein neuer Marktplatz für Designs.

Einen ersten Eindruck bekommt man auf der Seite zur Beta von Spreadshirt. Ich habe mich für die Beta angemeldet und mir einen ersten Eindruck verschaffen können.

Screenshot Spreadshirt Beta

Als erstes fällt natürlich das neue, ansprechende Design auf. Die Seite macht einen klaren und aufgeräumten Eindruck.

An Funktionalitäten findet man so ziemlich alles, was Standard für eine Web2.0-Seite sein sollte, u.a.:

  • Motive können mit Tags versehen, weiterempfohlen, bewertet und zu Favoriten hinzugefügt werden.
  • Die Integration von Motiven in ein Blog ist auch schon vorbereitet (auf Knopfdruck wird entsprechender Code generiert).
  • Benutzer können Fotos von sich mit dem eigenen T-Shirt beitragen.
  • Seiten können mit diversen Social-Bookmarking-Tools als Lesezeichen gespeichert werden.
  • Und natürlich kann man weiterhin im Handumdrehen seinen eigenen T-Shirt-Shop zusammenstellen (Me-Shop).

Ich denke, Spreadshirt bringt hier viele Funktionen, die in Zukunft zum Standard im E-Commerce werden könnten. Die Seite bietet zahlreiche Funktionen für den Nutzer seine eigenen Inhalte beizutrage und so das Erlebnis eines Besuchs auf der Seite verbessern.

Viele andere, traditionelle Händler könnten sich Spreadshirt als Beispiel ansehen, wenn es um die Einbeziehung der Benutzer geht (u.a. User-generated Content). Warum hat außer Amazon (aStore) z.B. noch kein anderer die Möglichkeiten entdeckt, die Me-Shops bieten?

Mal sehen, was Spreadshirt bis zum offiziellen Launch noch alles an schicken Funktionalitäten auf der Seite unterbringt.

Die allgegenwärtige Personalisierung im Netz

Personalisierung ist ein spannendes Thema. Google hat gerade angekündigt, dass man seine Dienste noch mehr auf den Nutzer anpassen möchte.

Laut Googles CEO Eric Schmidt (Heise) sei das Ziel,

dass man den Benutzern eines Tages sagen könne, welchen Job sie nehmen und was sie morgen machen sollen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss man natürlich eine Menge mehr Daten über das Nutzerverhalten sammeln.

Auch Microsoft kündigte in Sachen Personalisierung der Internetdienste ähnliche Visionen an. Zur Zeit entwickelt man dort an einem Programm, das nur auf Grund von Sucheingaben und besuchten Seiten auf Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Beschäftigung und Hochschulabschluss des Nutzers schließen kann.

Die Suchmaschinen arbeiten also massiv daran, ihre Benutzer besser kennenzulernen. Auch im E-Commerce spielt die Personalisierung eine immer größere Rolle. Möglichkeiten auf Shop-Seiten zu personalisieren, gibt es zahlreiche. Vorreiter ist sicherlich Amazon. Der Shop erkennt seine Besucher, kennt die Produkte, die sich die Besucher angesehen haben, weiss, was sie eingekauft haben und empfiehlt ihnen darauf basierend an zahlreichen Stellen passende Produkte. Die ersten Empfehlungen gibt es z.B. gleich auf der Startseite: “Neu für Sie” oder auch “Unsere Empfehlungen für Sie”.

Und auch andere Online-Shops eifern zur Zeit dem Vorbild Amazon hinterher. Der Grund ist ganz einfach: Die Personalisierung steigert die Auffindbarkeit von Produkten (eines der wichtigsten Long Tail-Prinzipien) und führt letztendlich zu besseren Konversionsraten.

Die Kehrseite der Personalisierung ist eine massive Datensammlung über das Nutzerverhalten. Jede Bewegung eines Nutzers auf einer Webseite wird analysiert um daraus neue Ableitungen zu gewinnen. Orwell, ich hör dir trapsen! Allerdings scheinen es die Benutzer entweder aus Unwissenheit oder auf Grund des dazugewonnen Komforts gar nicht als problematisch zu empfinden.

Ich finde das Thema zumindest sehr spannend.

Sichere und einfache Bezahlung ist wichtiger Faktor

Acht von zehn Online-Käufern würden laut einer Studie von Javelin Strategy and Research mehr Geld ausgeben, wenn sie sicherere, komfortablere Zahlungsmethoden zur Verfügung hätten (Quelle: eMarketer).

Faktoren, die US Internet-Nutzer zu mehr Einkäufen beeinflussen würden

Eine alternative Zahlungsmethode, die sich langsam aber sicher den Weg in immer mehr Online-Shops bahnt, ist sicher PayPal. Eine Funktion wie die Express-Kaufabwicklung kann hier sicherlich hilfreich sein. Der Kunde muss beim Einkauf weder Kunden- noch Zahlungsdaten im Shop eingeben. Er muss sich nur in seinen PayPal-Account einloggen, der Rest geschieht automatisch im Hintergrund.

Den Newsletter von eMarketer kann ich übrigens jedem empfehlen.

PayPal erwirbt Banklizenz und möchte Durchstarten

Die Banklizenz hat PayPal von der luxemburgischen Aufsichtsbehörde erworben. Als ersten Schritt möchte PayPal seine Europazentrale nach Luxemburg und damit in die EU verlegen (wenn das mal nicht steuerlichen Gründen geschuldet ist).

Für die Zukunft hat man sich sportliche Ziele gesetzt: In jedem Online-Shop Europas möchte man als Zahlungsmethode verfügbar sein.

(via Heise)

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