So richtig ist das Thema Web-TV ja noch nicht zum Fliegen gekommen. Klar, die halbe Welt guckt pixelige Youtube-Videos. Das ist nett für zwischendurch, aber nicht, wenn man mal etwas richtiges sehen will.
Eine kurze Zeit habe ich mal Joost installiert, die immerhin ein paar Filme zeigen. Ich habe da mal “Star Trek – Der Aufstand” gesehen. So richtig hat es mich allerdings nicht überzeugen können. Die Qualität war mittelmäßig und das Programm auch nicht übermäßig interessant. Am Ende lag Joost nur noch auf der Platte herum und seit Ende des letzten Jahres ist es bei mir nicht mehr installiert. Zwischenzeitlich kamen Gerüchte auf, Joost habe sich dazu entschlossen, sein Programm nur noch für die USA zur Verfügung zu stellen.
Dann gab es das DivX-Portal Stage6. Die Videos waren von der Qualität her großartig und man konnte schon einige Zeit davor verbringen. Allerdings schloss DivX das Portal dieses Jahr komplett. Anscheinend konnte man sich nicht auf ein Vermarktungskonzept verständigen und hatte zu dem höchstwahrscheinlich Probleme mit Rechteinhabern.

Jetzt gibt es einen neuen Kandidaten für weltweites Web-Fernsehen: Adobe. Mit dem Adobe Media Player hat Adobe eine Anwendung herausgebracht, die auf Adobe Air aufsetzt. Air bietet die Möglichkeit Rich Internet Applikationen auf Desktops ohne einen Browser laufen zu lassen. Der Adobe Media Player bietet den Zugriff auf zahlreiche Online-Videos. Die Bedienung ist sehr einfach – ich würde sagen, sie ist so, wie man sie sich bei einer Rich Internet Applikation wünscht.
Die von Adobe bisher zur Verfügung gestellten Programme sind schon mal ein vielversprechender Anfang. Ich habe mir erstmal vier Folgen CSI:NY angesehen und es scheint, dass CBS hier jede Woche die neue Folge bringen wird. Die Qualität ist sehr gut. Auch im Full-Screen-Modus bei einer Auflösung von 1600×1200 gabe es keine großartige Pixelbildung und das mit nur DSL 2000. Einen Nachteil hat das Adobe Programm: Die Serien werden durch Werbung unterbrochen. Allerdings fällt diese nicht wirklich störend auf: Während einer Folge CSI:NY (45min) gibt es vier einzelne Werbespots – wesentlich weniger als in jedem normalen Fernsehprogramm.
Der Adobe Media Player hat das Zeug, dass das Programm nicht auf meinem Desktop verstaubt.
Update:
Leider lassen sich die US-Serien nicht mehr aus Deutschland ansehen.